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Brand in russischem Altersheim: Zehn Tote

Russland - Bei einem Brand in einem sibirischen Altersheim sind in der Nacht auf Donnerstag zehn Menschen getötet worden. Die Dienst habende Schwester war nicht da.

Nach Angaben des russischen Katastrophenschutzministeriums brach das Feuer kurz nach Mitternacht in dem dreistöckigen Gebäude im Dorf Jekaterinowka in der Region Omsk aus.

Die meisten Insassen seien zu dem Zeitpunkt betrunken gewesen, sagte ein Ministeriumsvertreter der Nachrichtenagentur Interfax. Als der Feueralarm ausgelöst wurde, sei die Dienst habende Krankenschwester nicht aufzutreiben gewesen – dies erkläre die hohe Opferzahl. Die Staatsanwaltschaft vermute, dass der Brand durch eine Zigarette ausgelöst wurde.

Laut dem Ministeriumssprecher waren die Opfer alles Männer im Alter zwischen 52 und 75 Jahren. Sie hätten einen Teil ihrer kurz zuvor ausgezahlten Pension in Alkohol umgesetzt. Von den 327 Insassen wurden mindestens vier verletzt, mehr als 300 konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden, wie die russischen Agenturen berichteten. Die Feuerwehr sei sieben Minuten nach Ausbruch an Ort und Stelle gewesen. Sie brauchte jedoch fünf Stunden, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

In den vergangenen Monaten waren zahlreiche Menschen in Russland bei Bränden ums Leben gekommen. Im Dezember starben 45 Frauen bei einem Feuer in einem Entzugszentrum der russischen Hauptstadt Moskau, vermutlich handelte es sich um um Brandstiftung. Im März kamen im Südwesten Russlands 63 Menschen bei einem Brand in einem Altersheim ums Leben. Ebenfalls im März starben zehn Menschen durch ein Feuer in einer Moskauer Discothek.

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