Brand in Paris: Nun 17 Tote

Zwei Tage nach einem Brand in einem Sozialbau bei Paris ist die Zahl der Toten auf 17 gestiegen. Ein Verletzter befand sich noch in Lebensgefahr, teilte die Polizei am Dienstag in L’Hay-les-Roses mit.

Das Feuer war von einer Mädchenbande gelegt worden, die sich an einem früheren Bandenmitglied rächen wollte. Die Staatsanwaltschaft leitete am Dienstag ein Verfahren wegen „Sachbeschädigung mit Todesfolge“ ein und ordnete die Inhaftierung der vier Mädchen im Alter von 15 bis 18 Jahren an.

Die Mädchen hatten nach eigener Aussage nur den Briefkasten ihrer ehemaligen Freundin anstecken wollen und waren vom Ausmaß des Feuers überrascht worden. Bereits in der Nacht auf Samstag hatten sie an dem Briefkasten gezündelt. Sonntag früh stopften sie Zeitungen in den Kasten und darum herum und entzündeten das Papier. Dabei geriet die Wand- und Deckenvertäfelung der Eingangshalle des Hochhauses in Brand.

Über den Lift und das Treppenhaus drang giftiger Qualm in alle 18 Etagen. Die mehr als 300 überlebenden Bewohner mussten das Gebäude räumen. Drei der vier Täterinnen stammten aus zerrütteten Familien. Drei wohnten in dem Block, eine in einem Jugendheim. Manche Nachbarn bezeichneten die Verdächtigen als nett, andere als „die Pest“. Sie hätten oft bis in die Morgenstunden hinein herumgelungert und sich einen Spaß daraus gemacht, bestimmte Nachbarn zu demütigen.

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