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Bosnischer Präsident sagt vor Gericht aus

Das Mitglied des dreiköpfigen bosnischen Staatspräsidiums, Sulejman Tihic, soll gegen den ehemaligen jugoslawischen Staatschef Slobodan Milosevic aussagen.

Tihic reiste laut Medienberichten bereits am Sonntag nach Den Haag. Der Vertreter der bosniakischen Volksgemeinschaft im Staatspräsidium war zu Kriegsbeginn im April 1992 von bosnisch-serbischen Truppen in seiner Heimatstadt Bosanski Samac festgenommen worden.

Gegenüber der bosnischen Tageszeitung „Dnevni avaz“ hatte Tihic im April dieses Jahres erklärt, dass einer seiner Folterer auch der mutmaßliche Mörder des serbischen Regierungschefs Zoran Djindjic, der ehemalige Angehörige der serbischen Spezialpolizeieinheit „Rote Barette“, Zvezdan Jovanovic „Zveki“, gewesen sei. Tihic war Ende April 1992 freigekommen, nachdem er zuvor zusammen mit anderen Inhaftierten mit einem jugoslawischen Militärhubschrauber in ein Gefangenenlager im Belgrader Vorort Batajnica überstellt worden war.

Die jugoslawischen Streitkräfte hatten sich nach offizieller Deutung bis Mitte Mai 1992 gänzlich aus Bosnien zurückgezogen. Allerdings blieben vor allem viele Offiziere, die in Bosnien geboren wurden.

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