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Bosch Hallein verhandelt über Arbeitszeitverkürzung

Hallein, Wien - Bosch Österreich will das Krisenjahr 2009 mit der Stammbelegschaft meistern. Ein Modell zur Arbeitszeitverkürzung wird aber auch am Standort Hallein verhandelt. 100 Leiharbeiter wurden dort bereits abgebaut.

Nach einem erfolgreichen Jahr 2008 stellt sich der Technologie- und Elektrotechnikkonzern Bosch auf ein schwieriges Jahr 2009 ein. Am Standort Österreich will der Konzern das Krisenjahr jedenfalls mit der Stammbelegschaft meistern. Mit Maßnahmen wie Überstunden- und Urlaubsabbau, Arbeitszeitflexibilisierung, Arbeitszeit- und Lohnkürzungen und wenn nötig auch mit der klassischen Kurzarbeit sollen die betroffenen Produktionsstandorte die starken Auftragseinbrüche im Automotive- und Industrie-Bereich überstehen. “Wir fahren auf Sicht”, sagte Karl Strobel, Repräsentant der Bosch Gruppe in Österreich und Alleinvorstand der Robert Bosch AG am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz in Wien.

Die Auftragsrückgänge deuten auf ein sehr schwieriges Jahr 2009, besonders in den Fertigungsbereichen bei Bosch in Salzburg (Hallein) und bei Bosch Rexroth in Oberösterreich. Bei der Stammbelegschaft will Bosch jedenfalls nicht reduzieren, etwa 100 Leiharbeiter wurden in Folge der Auftragsrückgänge im Halleiner Werk für Dieseltechnik bereits abgebaut. In Hallein und bei Rexroth werde mit dem Betriebsrat ein eigenes Modell mit Arbeitszeit-Verkürzung und Lohnreduzierung verhandelt. Das angestrebte “intelligente Modell” sei aber keine Kurzarbeit, denn Kurzarbeit sei für das Unternehmen teuer, so Strobel. Als weiteren Schritt will der Manager jedoch auch Kurzarbeit nicht ausschließen. In Hallein wären rund 500 Mitarbeiter von der geplanten Arbeitszeitverkürzung betroffen.

Im Vorjahr lag der Konzern in Österreich noch auf Wachstumskurs, ab dem dritten Quartal 2008 hat sich die Lage jedoch zunehmend verdüstert, schilderte Strobel. Insbesondere das vierte Quartal brachte erhebliche Umsatzrückgänge. Dennoch hielt die Bosch Gruppe 2008 ihren Umsatz auf dem österreichischen Markt mit knapp einer Milliarde Euro nahezu auf gleichem Niveau. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf rund 2.600. Zu den bereits bestehenden fünf Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der Bosch-Gruppe in Österreich kamen 2008 zwei neue dazu: Die Bosch General Aviation GmbH in Wien sowie die Bosch Mahle Turbo Systems Austria in Kärnten. Weiterhin vertreten ist die Gruppe mit der Robert Bosch AG, Buderus Austria Heiztechnik, Bosch Rexroth, mit dem Gemeinschaftsunternehmen Bosch Siemens Hausgeräte sowie mit der Schöller Bleckmann Medizintechnik.

In der Robert Bosch AG Österreich wurde der Umsatz 2008 um 3,7 Prozent auf 502,3 Mio. Euro gesteigert, das EGT mit 54,1 (24,6) Mio. Euro mehr als verdoppelt. Die Zahl der Mitarbeiter an den Standorten Wien, Linz und Hallein stieg um über 110 auf 1.917, davon 93 Lehrlinge. 475 Mitarbeiter sind in der Entwicklung tätig. 2008 wurden rund 73 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Nicht zuletzt dank der Förderungen und der hochqualifizierten Arbeitskräfte wolle sich Bosch hierzulande weiter auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten konzentrieren und die hier aufgebauten weltweiten Kompetenzzentren halten, betonte Strobel.

Bei Bosch Rexroth mit Werken in Linz und in Pasching, wo Automatisierungsanlagen für die Anlagenausrüstung, Fabrikautomation und Mobil- und Industriehydraulik erzeugt werden, spürt man seit dem zweiten Halbjahr 2008 die Auswirkungen der Rezession. Für 2009 wird ein deutlicher Umsatzrückgang erwartet. Kunden in der Stahl-, Papier- und Kunststoffindustrie seien von der Krise stark getroffen, das wirke sich auch auf Bosch Rexroth aus. Andererseits wirken sich Infrastrukturprojekte positiv auf Bosch Rexroth aus, etwa die Modernisierung mehrerer Staustufen der Donaukraftwerke und die Umstellung der Schleusentore von vier Schleusenanlagen von mechanischen auf hydraulische Antriebe.

Erhöhte Nachfrage vermeldet hingegen der Bereich Bosch Thermotechnik mit den Marken Buderus und Junkers, wo in Österreich 190 Mitarbeiter im Vertrieb beschäftigt sind. Das Geschäft mit Brennwertgeräten, Biomassekessel-Analgen und Elektrowärmepumpen habe sich 2008 gut entwickelt, auch für 2009 ist Robert Kordik, Geschäftsführer der Buderus Austria Heiztechnik GmbH optimistisch. Besonders bei der Nutzung regenerativer Energien sieht Kordik weiterhin großes Potenzial, neue Förderungen etwa in Wien für Tausch-Aktionen von veralteten Thermen stützen die Nachfrage.

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