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Bootsgarage "relativ ausgereift"

Fußach (VN) - Sachverständige zum Rohrspitz in zwei ­Rollen: Konkret gaben sie "grünes Licht", grundsätzlich formulierten sie Bedenken.
Wasserwirtschaftliches Gutachten
Neugestaltung der Anlage
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Dr. Rosa Frei hat das wasserwirtschaftliche Gutachten zu den Bauvorhaben am Rohrspitz geschrieben. Darin kommt sie zu dem Schluss, dass der sicher spektakulärste Teil – die Bootsgarage mit 34 Liegeplätzen – technisch machbar ist. Sie nennt das Projekt „relativ ausgereift“. Der Polderdamm, der auf einer Länge von acht Metern für die dahinter geplante Bootsgarage durchstoßen werden müsste, ist Freis Ansicht nach nicht in Gefahr. „Eher bricht der Damm woanders.“ Die Sachverständige gibt also grünes Licht. Gleichzeitig hat Rosa Frei auch die Stellungnahme des wasserwirtschaftlichen Planungsorgans verfasst. Das ist unüblich. Dieses Planungsorgan, das gewissermaßen die großen politischen Leitlinien vorgibt, ist in letzter Instanz der Landeshauptmann persönlich. Im Namen dieses Planungsorgan hat Frei eine kritische Stellungnahme verfasst. Die besagt, dass „Einbauten in bestehende Hochwasserschutzdämme nicht befürwortet werden. Die Hochwassersicherheit als öffentliches Interesse hat hier erste Priorität.“ Rosa Frei wurde oft auf diesen Satz angesprochen. Die Gegner des Rohrspitzprojektes zitieren ihn gern. „Aus heutiger Sicht würde ich ihn ausführlicher formulieren.“ Laut Frei beschreibt der Satz eine grundsätzliche Haltung. Salopp formuliert: „Lieber wäre uns gar kein Bau.“ Nachsatz; „Das geplante Projekt aber ist machbar.“

Garagen Wand an Wand

Günter Salzmann plant seine Freizeitanlage am Rohrspitz bekanntlich völlig neu. Auf ebener Erde sollen ein kleines Hotel, Kiosk und Restaurant errichtet werden. Der Campingplatz wird modernisiert. Unter der Erde sollen eine Tiefgarage mit 220 Autostellplätzen (22 für Mitarbeiter, 198 für Besucher) und eine Bootsgarage Wand an Wand zu liegen kommen. Die Autogarage muss man sich als Wanne vorstellen, die mit Zugpfählen im Boden verankert wird. „Die Betreiber haben die Auftriebssicherheit nachgewiesen“, bestätigt Frei. Die Bootsgarage bleibt unten offen. Sie wird von einer 30 cm dicken Stahlbetonwand umschlossen. Diese Wand ragt beidseits in den Polderdamm hinein. Dieser Polderdamm wurde bekanntlich nach dem Hochwasser von 1999 saniert. Die Dammkrone liegt heute auf exakt 398,60 Meter über Adria. „Wenn das Wasser innerhalb der Bootsgarage auf 397 müA steigt, was einem drei- bis fünfjährlichem Hochwasser entspricht, müssen alle betriebsfremden Personen die Garage verlassen.“ Die Unterkanten der seeseitigen Notausgänge und der 80 cm breiten Verbindungstüre zur Autogarage liegen einen halben Meter höher. Eine Seehöhe von 397,50 müA entspricht einem Hochwasser, wie es alle 25 Jahre vorkommt. Dann müssten die Boote aus der Garage gefahren werden und würden in den Fahrgassen des Salzmannhafens vertäut. Würde das Wasser noch höher steigen, würde die Tür zur Autogarage mit Dammbalken verschlossen. „Da sollte nichts durchrinnen.“ Den Vorgaben von Dr. Rosa Frei gemäß sehen die Betreiberpläne auch eine mobile Schließvorrichtung der Garagenzufahrt vor, „damit die Garage ganz entleert werden kann“. Frei selber plagen am meisten Sorgen während der Bauarbeiten. Die müssen von Oktober bis März erfolgen und in einem Winter erledigt sein. „Während der Aushubarbeiten wird eine Spundwand die klaffende Lücke im Damm schließen.“ Das Rammen und Ziehen der Pfähle dafür könnte am ehesten das Erdreich im Polderdamm lockern. Aber grundsätzlich hält Frei das Projekt für durchführbar. Ungeachtet dessen, dass sie in ihrer zweiten Rolle als wasserwirtschaftliches Planungsorgan „Einbauten in bestehende Hochwasserschutzdämme nicht befürwortet“, hat sie als Gutachterin gegen das vorliegende Projekt „keinen grundsätzlichen Einwand“ erhoben.

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