Bombenexplosion in Nordirland

Eine Bombenexplosion vor einer britischen Kaserne in Nordirland hat Furcht vor weiteren Anschlägen bei der Parlamentswahl am Mittwoch ausgelöst.

Bei der Explosion, die sich am Dienstag in Dungannon 40 Kilometer westlich von Belfast ereignete, kam niemand zu Schaden. Die Polizei war von einem katholischen Priester gewarnt worden, der einen telefonischen Hinweis auf die Bombe erhalten hatte.
Zwei Polizisten, die nach dem Sprengsatz suchten, entgingen der Explosion nur knapp. Der Anrufer hatte erklärt, er gehöre zu einer Splittergruppe der Untergrundorganisation IRA, die den Friedensprozess ablehnt.

Die Wahl ist Voraussetzung für die Bildung einer neuen Allparteien -Regierung unter gleichberechtigter Beteiligung von Protestanten und Katholiken. „Wir glauben, dass es in den nächsten 24 bis 48 Stunden noch mehr Probleme geben wird, aber wir können damit umgehen”, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Die Wahl am Mittwoch soll die Selbstverwaltung der britischen Provinz wieder herstellen. Sie wurde vor gut einem Jahr ausgesetzt, weil die Protestanten wegen angeblicher IRA-Spione im nordirischen Regierungsapparat ihren Rückzug aus der Koalition angedroht hatten. Beobachter rechnen bei der Wahl mit Stimmengewinnen der radikalen protestantischen und katholischen Parteien, was die Bildung einer neuen Regierung erschweren würde.

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