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Bösartige Faulbrut bedroht weiter Bienen in Vorarlberg

©APA / Landratsamt Lindau
Bereits vor einigen Wochen berichtete VOL.AT von der Tierseuche, die Bienen im grenznahen Lindau befallen haben. Ein Sperrgebiet wurde eingerichtet - das jetzt ausgeweitet werden musste.
Seuche: Bösartige Faulbrut bedroht Bienen in Vorarlberg

Das Landratsamt hatte Mitte September ein Sperrgebiet im Radius von zwei Kilometern um den Ausbruchsbestand festgelegt. Der Faulbrut-Sperrbezirk wurde nun aufgrund von zwei neu bestätigten Fällen in Scheidegg, in den Ortsteilen Bieslings und Ebenschwand, ausgeweitet. Die genaue Abgrenzung kann beigefügter Karte entnommen werden.

Landratsamt Lindau

Auch Ländle-Bienen in Gefahr

Stellt der Ausbruch der Bienenseuche in Lindau auch eine Gefahr für Bienen im Ländle dar? "An sich ja, weil im Umkreis von mindestens drei Kilometern von einem Faulbrutfall alle Bienenvölker untersucht werden müssen", erklärte Egon Gmeiner, Präsident des Vorarlberger Imkerverbandes Mitte September im VOL.AT-Telefoninterview. Es müsse untersucht werden, ob eine Ansteckung erfolgt sei. "Bis zu fünf Kilometer muss man sporadisch also fallweise Völker untersuchen." Noch wurde in Vorarlberg kein Befall bestätigt.

Das gilt für Imker:

Bereits im Verdachtsfall der Amerikanischen Faulbrut muss eine Meldung an den Amtstierarzt gemacht werden. Dieser leitet dann die Maßnahmen im Rahmen der gesetzlich geregelten, staatlichen Seuchenbekämpfung ein.

Amerikanische Faulbrut

Es handelt sich bei der Amerikanischen Faulbrut um eine anzeigepflichtige Tierseuche der Bienen. Der Erreger ist ein sporenbildendes Bakterium und damit sehr widerstandsfähig sowie nahezu unbegrenzt ansteckungsfähig. Das Bakterium befällt ausschließlich die Brut der Honigbiene und ist für Menschen harmlos, Honig kann bedenkenlos verzehrt werden.

Eine Verbreitung ist durch die Bienen selbst oder den Imker (z. B. Zukauf von Völkern ohne vorherige Gesundheitsuntersuchung oder Verwendung von Bienenkästen und Waben unbekannter Herkunft ohne vorherige Desinfektion) möglich.

Betroffene Brutzellen weisen eine veränderte Zellverdeckelung auf. Sie sind eingesunken, rissig oder durchlöchert. Die Farbe ist dunkler. Die Larve ist in sich zusammengesackt und milchig-kaffeebraun verfärbt und weist fadenziehenden Schleim auf. Länger abgestorbene Brut trocknet zu schwarzbraun gefärbten zähen und gummiartigen "Schorfen" ein.

(Red.)

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