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Bodenseeregionen wollen Recht auf gentechnikfreien Anbau

Bregenz - Die "3. Konferenz der Gentechnikfreien Regionen am Bodensee" fordert von den EU-Umweltministern, das Recht der Regionen auf gentechnikfreien Anbau zu garantieren.

Man wolle zudem die EU-Parlamentswahlen 2009 dazu nutzen, die Kandidaten zu einer klaren Aussage zum Thema Gentechnik zu bewegen. Das gab die Koordinationsstelle der Tagung am Sonntag in einer Aussendung bekannt. Rund 70 Vertreter von Antigentechnik-Initiativen aus Österreich, Deutschland, Liechtenstein, der Schweiz und aus dem Elsass informierten sich von 26. bis 28. November in Bregenz über aktuelle Entwicklungen.

Das Netzwerk der Gentechnikfrei-Bewegung werde immer stärker, stellte die Konferenz fest. Die Politik könne die Forderung nach einer gentechnikfreien Landwirtschaft nicht mehr länger ignorieren. Die EU-Umweltminister müssten sich “dieser zivilgesellschaftlichen Bewegung” bei ihrer Sitzung am 4. und 5. Dezember daher anschließen. Man wolle klare Beschlüsse zur Reinhaltung des Saatguts, eine eindeutige Produktkennzeichnung, eine Verbesserung der Umweltrisikobewertung sowie die Benennung der sozialen und ökonomischen Auswirkungen, so die Konferenzteilnehmer in der Aussendung.

Unterstützung komme von Bauern, Imkern, Medizinern, von Bioverbänden, von Vertretern der Saatgut- und Futtermittelindustrie, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie von Kirchen und Entwicklungsarbeit-Organisationen. Auch im neuen Leitbild der Internationalen Bodenseekonferenz sei als Ziel die Sicherung der Biodiversität und der natürlichen Produktionsgrundlagen enthalten. In Vorarlberg verzichteten die Bauern geschlossen auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Pflanzen. Zudem hätten sich Landkreistage und viele Kommunen in Baden-Württemberg und Bayern klar für eine gentechnikfreie Landwirtschaft ausgesprochen, hieß es. In der Schweiz werde die Verlängerung des Gentechnikfrei-Moratoriums bis 2013 diskutiert, und in Frankreich bleibe die gentechnisch veränderte Maissorte MON810 weiter verboten.

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