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Bodensee: Entscheidung im Dezember

Die Naturschutzorganisation Bodensee-Stiftung will trotz Einwänden am grenzüberschreitenden Projekt "UNESCO-Kulturlandschaft Bodensee" festhalten. Das betonte Geschäftsführerin Marion Hammerl am Dienstag in Konstanz.

Die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK) der Bodensee- Anrainerländer und -kantone sowie Liechtenstein will am 2. Dezember das weitere Vorgehen beschließen. „Für uns geht es weiter, egal wie die IBK entscheidet“, versicherte Stiftungspräsident Jörg Dürr- Pucher bei dem Forum für die Anerkennung in Konstanz. Die IBK, die bei der UNESCO den Antrag stellen müsste, hat bei der Universität St. Gallen ein Gutachten über die wirtschaftlichen Auswirkungen eines UNESCO-Prädikats bestellt.

Die Studie war hinsichtlich des Fremdenverkehrs bereits zu dem Schluss gekommen, dass von einer solchen Auszeichnung „nur sehr eingeschränkte Auswirkungen“ zu erwarten seien. Außerdem hatten mehrere Wirtschaftsorganisationen und Wassersportverbände am Bodensee Zweifel oder Ablehnung geäußert. Sie fürchten gesetzliche Einschränkungen, die die weitere Entwicklung des Bodenseeraums behindern könnten.

Die Initiative, den Bodensee als UNESCO-Kulturlandschaft auszuweisen, geht vor allem auf Umweltverbände zurück. Neben diesen unterstützen neun Städte das Vorhaben, darunter die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz. Zu den anerkannten UNESCO-Kulturlandschaften gehören beispielsweise das Elbtal bei Dresden (D) und das Loiretal in Frankreich. Eine Chance, in diesen Kreis aufgenommen zu werden, hat die Bodenseeregion nur, wenn alle Anrainerstaaten eine gemeinsame grenzüberschreitende Bewerbung unterstützen.

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