Bluttransfusionen einsparen

Feldkirch - In Österreichs Spitälern könnten bis zu 50 Prozent aller verwendeten Blutkonserven eingespart werden - so eine aktuelle Studie des Gesundheitsministeriums. VOL Live sprach mit Intensivmediziner Georg Pfanner vom LKH Feldkirch.
Sparsamer Umgang mit dem Blut

Vor allem bei geplanten Standardoperationen wie Hüft- oder Knieoperationen könnte Blut gespart werden. Aus der Studie geht nicht hervor, in welchen Spitälern mehr Blut gespart werden könnte.

Georg Pfanner meint, dass das Einsparungslimit in einigen Bereichen bereits erreicht ist. In anderen Bereichen könne man noch weitersparen und in wieder anderen brauche man in Zukunft vielleicht sogar noch mehr Blut – zum Beispiel auf der Onkologie. Er betont aber, dass man mit Blut besonders sorgsam umgehen solle.

Sichere Blutkonserven

Bluttransfusionen retten Leben, aber sie können es auch gefährden. Darum wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten Maßnahmen getroffen, um Blutkonserven sicherer zu machen. So können Viren im Blut früher erkannt werden. Trotzdem stellt jede Bluttransfusion für den Patienten eine Belastung dar.

Deshalb sollte gelten: Blutkonserve erst dann einsetzen, wenn es sonst für den Patientin bedrohlich wird. Eine Alternative zu Blutkonserven ist die Optimierung des Blutes von Patienten vor der Operation. Blut kann auch gespart werden, wenn darauf geachtet wird, welche Medikamente der Patient einnimmt. Viele Medikamente können die Gerinnung des Blutes behindern und so zu einem größeren Blutverlust führen. (VOL Live /Angelika Drnek)

 

Interview mit Intensivmediziner Georg Pfanner vom LKH Feldkirch

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