Bludenzer Eiszeit ist gestartet

Der neue Eiskanal in Hinterplärsch ist fertiggestellt und mit Ende Oktober offiziell in Betrieb gegangen. Nachwuchssportler und Schulen, aber auch Spitzensportler und Touristen können sich über eine topmoderne Eisbahn freuen.

Es ist angerichtet. Nach Jahrzehnten des Überlegens, Planens und Bauens wurde der neue Bludenzer Eiskanal in Hinterplärsch fertiggestellt und Ende Oktober bei einem Festakt offiziell seiner Bestimmung übergeben. Noch im Vorfeld der Eröffnungsfeierlichkeiten wurde die neue Sportstätte für ihre Premierensaison winterfit gemacht. An die 30 Personen waren ein ganzes Wochenende lang damit beschäftigt, die rund 700 Meter lange Bahn einzueisen.

Mit der Buchungslage zeigt sich Eiskanal-Geschäftsführerin Nina Wilhelmer in den ersten Wochen der Rodelsaison sehr zufrieden. „Es haben sich bereits Nachwuchsteams aus aller Herren Länder angemeldet“, informiert Wilhelmer, dass sowohl die Schweizer, Liechtensteiner, italienischen, deutschen, österreichischen als auch slowenischen, russischen, slowakischen und US-amerikanischen Nachwuchsteams im Laufe des Winters nach Bludenz kommen werden. „Die ersten Wochen waren bereits sehr gut gebucht. Auch über Weihnachten und Neujahr ist der Terminkalender bereits sehr gut gefüllt“, gibt sie einen Einblick in den gut gefüllten Terminkalender.

Start Anfang November

Der Trainingsbetrieb startete Anfang November unmittelbar nach der Abnahme der Bahn durch die Internationale Bahnbaukommission. Auch der für die touristische Nutzung angeschaffte Vutschko wurde vom TÜF abgenommen und für fahrtauglich erklärt. „Zum Einsatz kommt dieser derzeit aber leider noch nicht, weil uns schlicht und ergreifend das Personal fehlt“, informiert die Eiskanal-Geschäftsführerin. „Wir meistern den Betrieb derzeit mit drei Mitarbeitern, brauchen würden wir eigentlich fünf um das Angebot voll ausschöpfen zu können“, spricht Wilhelmer von langen Arbeitstagen, denn die Bahn muss täglich von Bahnchef Hannes Riedmann und seinem Team gewartet und für den Trainingsbetrieb aufbereitet werden. „Wir starten um 6 Uhr morgens mit den Bahnarbeiten. Die letzten Fahrten finden um 10 Uhr statt. Das sind geht auf Dauer mit diesem Personalstand nicht, aber es ist derzeit leider sehr schwer, Personal zu finden“, so Wilhelmer.

Während die touristische Nutzung also noch auf sich warten lässt, wird der neue Eiskanal von den umliegenden Schulen bereits eifrig berodelt. Ausgehend vom Zielhaus stürzen sich die Schüler jeweils am Dienstag- und Donnerstagvormittag wagemutig Richtung Zielkurve. Die Rodel dafür werden vom RC Sparkasse Bludenz zur Verfügung gestellt. Der Donnerstag- und Freitagabend soll künftig für touristische Angebote bzw. Firmenevents freigehalten werden.

Wertschöpfung für die Region

Mit einem Auge schielt man in Bludenz aber auch schon in Richtung Saisonhöhepunkt, dem Juniorenweltcup im Jänner. Bis zu 350 Nachwuchssportler, Trainier, Betreuer und Funktionäre werden anlässlich des Weltcups für rund zwei Wochen in Bludenz weilen. Sehr zur Freude der hiesigen Beherbergungsbetriebe, die sich über zusätzliche Nächtigungen freuen dürfen. „Wir haben bereits einige Kooperationen mit den umliegenden Hotelbetrieben geschlossen“, sagt Wilhelmer, die in diesem Zusammenhang von rund 25.000 zusätzlichen Nächtigungen und einer großen Wertschöpfung für die Region spricht.

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