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Bjelica hungriger – und günstiger?

Lange wartete Nenad Bjelica gestern auf den Anruf der Kärntner. Heute soll sich nun entscheiden, ob Bjelica/Grubor weiter den FC Lustenau trainieren.
Trainerentscheidung am Mitttwoch

Das lange Warten auf den Trainer. Es ist kein einfaches Unterfangen, einen Fußball-Trainer zu finden. Und so dauert die Suche von Austria Kärnten nach einem Nachfolger für Frenkie Schinkels nun schon um einiges länger als vorgesehen. Nach einem neuerlichen Treffen des Vorstands gestern Abend blieben vorerst Georg Zellhofer und Nenad Bjelica in aussichtsreichster Position, wobei einiges für Letzteren spricht. Bjelica, der schon seit Dienstag im Lande weilt, hat sich als Trainer in Fachkreisen inzwischen einen guten Ruf erworben und ist außerdem schon vor geraumer Zeit in Kärnten sesshaft geworden. Und das ist auch das Positive an der Prozedur: „Ich kann wenigstens in meinem Haus warten, bis eine Entscheidung gefallen ist. Aber es ist natürlich trotzdem nicht einfach“, so der Trainer des Erstligisten FC Lustenau, der bei einer Entscheidung pro Zellhofer heute um 11 Uhr aus Klagenfurt abreisen will, um um 18 Uhr das Training in Lustenau leiten zu können. Kärnten-Präsident Mario Canori habe gestern zwei-, dreimal mit Bjelicas Manager Bernd Eckerstorfer gesprochen, „aber ich muss in Lustenau nicht gehen, ich habe dort einen guten Job“, sagt Nenad Bjelica, der sich selbst als hungriger und günstiger als seinen Konkurrenten sieht, aber glaubt, dass noch jemand anderes im Rennen um den Trainerposten ist. Dass er wieder ausschließlich mit Ko Slobodan Gruber zusammenarbeiten wolle, sieht er nicht als das Problem: „In Kärnten haben sie ja sogar drei Ko-Trainer.“

Mannschaft für Bjelica

Eigentlich sollte die Entscheidung in der Causa Bjelica spätestens bis Mittwochabend fallen. „Für mich ist es kein Problem, beim Derby am Freitag das Sagen zu haben“, meint Ko-Trainer Slobodan Grubor. „Ich war nur überrascht, als ich in der Zeitung gelesen haben, dass unser Präsident im Notfall selbst auf der Bank Platz nehmen wird.“ Ko Grubor selbst sagt zu einem bevorstehenden Wechsel nach Kärnten: „Die Entscheidung ist offen. Ein Vereinswechsel muss aber beiden Seiten etwas bringen. Auch ich kann mir gut vorstellen in Lustenau zu bleiben.“ Die FC-Kicker stehen jedenfalls hinter dem Trainer-Duo Bjelica/Gruber. „Die Mannschaft möchte, dass beide bleiben“, betont Kapitän Philipp Hagspiel.

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