Bischof Elmar: Beziehungstipps für Jugendliche

Feldkirch - Wie kann man wissen, ob der Partner der Richtige ist? - Einen Antwortversuch darauf unternahm am Mittwoch der Feldkircher Diözesanbischof Elmar Fischer.

In einem Dokument, das sich anlässlich des Weltjugendtags in Sydney speziell an Jugendliche wendet, erteilte Fischer unter dem Titel “Von der Verliebtheit in die Liebe” Beziehungstipps, von den ersten Gefühlen bis hin zu den Kriterien für eine ernsthafte Partnerwahl. Zudem hat der Bischof, der ausgebildeter Familientherapeut ist, als Leitfaden “20 Gründe, (noch) nicht zu heiraten” zusammengetragen.

(Noch) nicht heiraten sollte man etwa, “einzig, oder fast nur deshalb, weil ein Kind kommt”, “wenn die Beziehung stark unter Langeweile steht” oder “wenn starke Unterschiede in den religiösen Auffassungen und in der religiösen Praxis bestehen”. Noch einmal überlegen sollte man auch, “wenn der Partner einer anderen Religion und/oder einem anderen Kulturkreis angehört”, “wenn sich ein Partner noch nicht zur Ehe entschlossen hat” oder “wenn ein Partner auf den anderen sexuell wenig Anziehung ausübt”.

Er sei überzeugt, dass es “Tragsäulen” gebe, die zum langanhaltenden Gelingen einer Beziehung führen und lange vor einer Heirat durchdacht werden sollten. Dass sich bereits in der ersten verliebten Phase einer Beziehung kleine Bedenken meldeten, die man in seiner Verliebtheit gerne zur Seite schiebe, das sei normal. “Dennoch gehören sie genau betrachtet, exakt durchdacht”, riet der Bischof. Eine Beziehung könne nur durch das bewusste Sehen von Unzulänglichkeiten des Partners auf Dauer gelingen. Zentral für das Miteinander in einer Mann-Frau-Beziehung in einer Ehe sei die Qualität der persönlich entfalteten Menschlichkeit. “Man nennt dies auch Prägung, Charakter”, erklärte der Bischof.

Um auf Dauer zufrieden zusammen zu leben, müssten die seelischen Grundbedürfnisse wie Geborgenheit und Wertschätzung gegenseitig erfüllt werden, beschrieb Fischer das Rezept. “Deshalb betone ich immer wieder, dass die Befähigung zur Erfüllung des eben Geschriebenen erlernt werden kann und soll”, so der Bischof. Sonst “gerät unser Leben aus der Balance in die Krise, in den Konflikt”. “Du bemerkst bereits, worauf es hinausläuft: Für eine Beziehung auf Dauer ist es wichtig, fähig zu werden für niveauvolle Menschlichkeit. Das vielleicht nennt man Liebe”, erklärte der Bischof.

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