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Bis zu 46 Tote im Irak

Der Terror nimmt kein Ende: Zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden hat im Irak eine Autobombe Dutzende Menschen in den Tod gerissen.

Ein Selbstmordattentäter brachte am Mittwoch sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug vor einem Armee-Rekrutierungszentrum in der Innenstadt von Bagdad zur Detonation. Über die Anzahl der Getöteten gab es zunächst widersprüchliche Angaben. Es werden bis zu 46 Todesopfer befürchtet.

Das Fahrzeug sei mit bis zu 250 Kilogramm Sprengstoff gefüllt gewesen und von einem einzelnen Mann gefahren worden, hieß es. „Der Anschlag hat sich zweifellos gegen Iraker gerichtet“, fügte der Sprecher hinzu. 300 Iraker hätten sich vor dem Rekrutierungsbüro befunden, dass zwei Kilometer vom Hauptquartier der amerikanischen Zivilverwaltung entfernt liegt, sagte der stellvertretende irakische Innenminister Ibrahim. Einige wollten sich für eine Anstellung bei den Streitkräften bewerben, andere warteten auf ihre Abfahrt in ein Trainingslager in Jordanien.

Die Iraker würden sich von dem neuen Verbrechen – es war seit Jahresbeginn bereits der neunte Autobombenanschlag – nicht einschüchtern lassen, betonte Ibrahim. Baker sagte, es gebe noch keine eindeutigen Hinweise auf die Täter. Der Anschlag deute jedoch auf eine Beteiligung der Extremistengruppen El Kaida oder Ansar al Islam hin. „Viele junge Männer in diesem Land wollen ein Teil der Lösung sein“, sagte er weiter. „Die Tat wird auf die Rekrutierung keine Auswirkung haben.“

Erst am Dienstag waren 53 Iraker einem Autobombenanschlag vor einer Polizeiwache in Iskandariya südlich von Bagdad zum Opfer gefallen. Die Anschläge in Iskandariya und Bagdad folgen offenbar einem Muster, da sie auf Iraker abzielen, die mit den US-geführten Besatzungstruppen kooperieren. Nach irakischen Angaben wurden bisher 300 Polizisten bei Angriffen von Freischärlern getötet. Die von den USA geschulten Polizei-Einheiten sind Teil des US-Plans, einen Teil der Verantwortung für die Sicherheit im Land wieder auf die Iraker zu übertragen.

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