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„Biosphärenpark Großes Walsertal ist ein Naturjuwel“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist zu Besuch in Vorarlberg.
Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist zu Besuch in Vorarlberg. ©VN/Lerch
Gestern Städte- heute Wandertag: An Tag zwei seiner Vorarlbergreise besucht Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Gemeinden im Großen Walsertal. Umweltlandesrat Johannes Rauch nützt die Gelegenheit, um auf die Schönheit und das wertvolle Natur- und Kulturgut im Großen Walsertal hinzuweisen.

„Das Große Walsertal nutzt seine Möglichkeiten bestmöglich: Es fördert sanften Tourismus sowie naturnahe Bewirtschaftung und ermöglicht ein kulturell wertvolles Programm“, lobt Landesrat Rauch das Seitental des Walgaus.

Während andere Talschaften in Vorarlberg intensiv in die wintertouristische Erschließung ihrer Hänge investiert haben, konnte das Große Walsertal ob seiner Begebenheiten dies nicht tun. Bis auf die kleinen Skigebiete Sonntag-Stein sowie Raggal und Fontanella-Faschina an der Grenze zum Bregenzerwald gibt es keine Skilifte im Gebiet. Dieser jahrzehntelang als vermeintlicher Nachteil bewertete Umstand nutzt das Große Walsertal nun zu seinem Vorteil.

Natura 2000-Gebiet

„Im Großen Walsertal konnte viel an ursprünglichen Naturräumen und natürlichen Ressourcen erhalten bleiben. Dies ist ein wesentlicher Baustein für den wertvollen Biosphärenpark, einem Naturjuwel Vorarlbergs“, so Landesrat Rauch. „Der Biosphärenpark versucht die kleinstrukturierte Berglandwirtschaft, den sanften Tourismus und somit die nachhaltige Entwicklung bestmöglich in den Mittelpunkt zu stellen“, ergänzt Rauch. So wird beispielsweise im Natura 2000-Gebiet Ludescherberg vorgelebt, wie naturnahe Bewirtschaftung funktioniert. Ohne die regelmäßige Mahd wäre der Ludescherberg weitgehend bewaldet.

„Diese wunderschöne Wiesenlandschaft ist durch menschliche Nutzung entstanden. Nun liegt es an uns allen, ihren Artenreichtum zu schützen. Über 250 Farn- und Blütenpflanzen, darunter allein 20 Orchideen-Arten, wachsen hier“, erklärt Landesrat Rauch.

Das Schutzgebiet zeichnet sich durch seine Vielfalt aus: Trockene Magerwiesen werden nicht gedüngt und erst im Sommer gemäht, nasse Hangmoore im Herbst als Streuwiesen genutzt. Quellsümpfe und Kalktuffbildungen, Bäume, Feldgehölze und naturnahe Waldränder bereichern das Lebensraummosaik und bieten auch Heimat für über zehn bedrohte Vogelarten. Bei der jährlich stattfindenden „Vorarlberger Wiesenmeisterschaft“ werden naturbelassende, artenreiche Wissen prämiert und regelmäßig sind PreisträgerInnen aus dem Biosphärenpark dabei.

Kulturelle Perlen

Das an Naturschätzen reiche Tal zeichnet sich aber auch durch kulturelle Perlen aus: So wurde mit dem „Walserstolz“ ein Bergkäsemarke kreiert, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und gefragt ist. Der Walser Herbst, geleitet von Dietmar Nigsch, bringt jedes Jahr ein hochkarätiges kulturelles Angebot ins Tal, das weit über seine Grenzen hinaus wirkt und ein breites Publikum anlockt. Auch die idyllisch gelegene Propstei St. Gerold hat sich als Ort für Weiterbildung, Symposien und Veranstaltungen etabliert.

Mobilität gesichert

Um die Mobilität der BewohnerInnen des Tals sowie seiner Gäste zu unterstützen, fördert das Land Vorarlberg gemeinsam mit dem Vorarlberger Verkehrsverbund die Anbindung der Talschaft an den Walgau und die Bahn. Im Sommer gibt es zusätzlich zu den Linienbussen einen Wanderbus, welcher Alpen anfährt, die für den Individualverkehr gesperrt sind und als Ausgangspunkt für schönste Wanderungen durch das Naturjuwel Großes Walsertal dienen können.

(VLK)

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