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Bildungsstandards: Mennel will Maßnahmen setzen

Mennel zeigt sich nicht zufrieden mit Ergebnissen der Bildungsstandard-Testungen.
Mennel zeigt sich nicht zufrieden mit Ergebnissen der Bildungsstandard-Testungen. ©VOL.AT/Klaus Hartinger
Schwarzach - Vorarlbergs neue Schullandesrätin Bernadette Mennel (V) zeigte sich mit den Ergebnissen der Bildungsstandard-Testungen für Vorarlberg nicht zufrieden.
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Nun gelte es, die Daten genau zu analysieren und anschließend entsprechende Maßnahmen zu setzen. “Diese Bestandsaufnahme liefert wichtige Inputs für Qualitätsprozesse an den jeweiligen Schulstandorten”, sagte Mannel. Sie verwies außerdem auf gesetzte Schwerpunkte in der Frühpädagogik, der ganzheitlichen Sprachförderung und die verstärkte Fokussierung auf die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen, die man fortsetzen müsse.

SPÖ: “Keinesfalls die Besten im Westen”

Vorarlberg brauche einen schnellen und raschen Ausbau von Ganztagsschulen mit verschränktem Unterricht, fordert SPÖ-Bildungssprecherin Sprickler-Falschlunger und führt weiter aus: “Die Einführung einer gemeinsamen Schule der 10- bis 15-Jährigen ist ein Gebot der Stunde.” Sprickler-Falschlunger erwarte sich ein rasches Handeln der neuen Schullandesrätin Bernadette Mennel.

Grüne: “Klarer Auftrag zur Bildungsreform”

“Das ist ein klarer Auftrag an die Politik”, nimmt die Bildungssprecherin der Grünen, LAbg. Katharina Wiesflecker, zu den Ergebnissen der Bildungsstandards Stellung. Vorarlberg schneide nach wie vor unterdurchschnittlich ab, die soziale Herkunft der Eltern präge maßgeblich die schulischen Leistungen. Der Auftrag heiße Qualität in der frühen Bildung sichern, Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht zügig ausbauen und die Gemeinsame Schule als Reformziel festlegen und angehen, hält die Abgeordnete fest. “Wir sollten uns das oberösterreichische Qualitätsmanagement in den Pflichtschulen anschauen”, verweist Wiesflecker abschließend auf das Bildungsstandard-Siegerland. 

FPÖ: “Reformbedarf”

Auch die Vorarlberger Freiheitlichen zeigen sich in einer Aussendung unzufrieden: “Nach wie vor werden ungleiche Startbedingungen durch das derzeitige Schulsystem nicht ausgeglichen und die Bildungskarriere vor allem durch die soziale Herkunft bestimmt. Wer anhand dieser Ergebnisse nicht erkennt, dass wir dringenden Handlungsbedarf haben und einen Systemumbau hin zur Gemeinsamen Schule brauchen, muss sich den Vorwurf der Verantwortungslosigkeit gefallen lassen”, so FP-Bildungssprecherin Benzer. Die Landes-ÖVP zeichne für den derzeitigen “Reformstau” mitverantwortlich, befindet Benzer und nimmt damit ebenfalls Mennel in die Pflicht.

Hohe Zahl an Risikoschülern

Jeder sechste Schüler in Österreich erreicht die Bildungsstandards für Mathematik in der achten Schulstufe nicht. Vorarlberg liegt mit einem Mittelwert von 527 Punkten unter dem Österreich-Schnitt (535). Drei Prozent der Schüler übertreffen die Standards, 51 Prozent erreichen sie, 29 Prozent erfüllen sie teilweise und 17 Prozent verfehlen sie.

Bei den Risikoschülern liegt das Ländle damit im Österreich-Schnitt, dafür gibt es österreichweit den geringsten Anteil an Spitzenschülern (ex aequo mit Kärnten und dem Burgenland). Im Schultypenvergleich schneiden die Vorarlberger AHS-Schüler etwas leicht schlechter ab (598) als der Österreich-Schnitt (600), die Pflichtschüler (507) etwas besser als der Österreich-Schnitt (504). Im “fairen Vergleich” liegen die Vorarlberger im Bereich des von den Rahmenbedingungen an den Schulen zu erwartenden Ergebnis.

(APA, VOL.AT)

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