Bildungspolitische Herausforderungen

Der neue KIGA Rheindorf wird auf dem Areal des ehemaligen Rotkreuz-Rettungsheimes gebaut, das in Kürze abgerissen wird.
Der neue KIGA Rheindorf wird auf dem Areal des ehemaligen Rotkreuz-Rettungsheimes gebaut, das in Kürze abgerissen wird. ©Ferdinand Ortner

Bildungsreferent Hagen schildert Situation im Kindergarten- und Schulsektor.

Lustenau. Mit aktuellen Investitionen im Kindergartenbereich, der Entwicklung eines Schulraumkonzepts und dem in der September-Sitzung der Gemeindevertretung erfolgten einstimmigen Grundsatzbeschluss zum Bau einer neuen Volksschule im Mühlefeld beim Gymnasium setzt Lustenau wieder Akzente in der lokalen Bildungspolitik. Im Gespräch mit der VN-Heimat informiert Bildungsreferent GR Ernst Hagen – assistiert von seinen maßgeblichen MitarbeiterInnen in der Gemeindeverwaltung – über die aktuelle Situation an den Kindergärten und Volksschulen sowie die Aktivitäten, Konzeptentwicklungen und Investitionsvorhaben.

Verantwortung
“Als Bildungsreferent ist es eine meiner wichtigsten Aufgaben, mich bei den aktuellen bildungspolitischen Herausforderungen den praktischen Fragen zu stellen und die notwendigen Voraussetzungen für Maßnahmen und Investitionen zu schaffen”, ist sich GR Hagen seiner Verantwortung bewusst. “Ich bemühe mich dabei auch, Anregungen der Praktiker vor Ort umzusetzen.”

Er lasse sich weniger von ideologischer Diskussion als vielmehr von praxisnahen Überlegungen leiten, wie Probleme auf dem Weg zu einem guten Bildungs- und Berufsabschluss abgebaut werden können, betont GR Hagen und hebt auch lobend hervor, dass an den Lustenauer Schulen und Kindergärten hochmotivierte und sehr engagierte Pädagogen und Pädagoginnen tätig sind. Dies bestätigt auch Mag. Helen Brandl-Waibel, Sachbearbeiterin für die Kindergärten im Bildungsreferat der Gemeinde: “Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass jedes Kind gut begleitet und nach seinen Bedürfnissen betreut wird.”

Sprachförderung
Referatsleiterin Mag. Michaela Wolf verweist auf die praktizierte frühe Sprachförderung in den Kindergärten. “Gezielte Sprachförderung ist ein wesentlicher Bestandteil des Bildungsplanes. Die Marktgemeinde Lustenau ist permanent bemüht, gute personelle Strukturen zu schaffen, um eine frühzeitige Förderung aller Kinder zu ermöglichen. Mit elf Sprachpädagoginnen in den Kindergärten sind bereits beste Voraussetzungen gegeben.”

Ried-Kindergarten
Ab diesem Herbst wurde das Angebot im Kindergartenbereich durch den Ried-Kindergarten beim “Vetter-Hof” erweitert. “Hier lernen die Kinder den bewussten Umgang mit der Natur und erfahren die Bewegung in der Natur als wichtigen Faktor im Alltag”, ist GR Hagen überzeugt. Besonders erfreut zeigt sich der Bildungsreferent darüber, dass die Vorbereitungen zum Neubau des KG Rheindorf, der auf dem Areal des ehemaligen Rotkreuz-Rettungsheimes in der Nähe der Erlöserkirche errichtet wird, zügig vorangehen.

“Mit diesem Neubau können wir nicht nur optimale Voraussetzung im Kindergartenbereich schaffen, sondern auch die akute Raumnot an der VS Rheindorf etwas lindern. Diese erhält im Zubau des ‚Kinderpavillons nach der Übersiedelung des Kindergartens in das neue Gebäude sechs Klassenräume.”

5. Volksschule
Mit der einhelligen Absichtserklärung der Gemeindevertretung zum Bau einer neuen Volksschule, deren Berücksichtigung in der mittelfristigen Finanzplanung und der Auftrag zur Erstellung eines Schulraum-Entwicklungskonzepts hat Lustenau vor allem zur Lösung des Raumproblems in den Pflichtschulen zukunftsweisende Entscheidungen getroffen. “Auch wenn unsere Schulen bestens ausgestattet und größtenteils saniert sind, wissen wir heute, dass das Schulraum-Angebot den neuen pädagogischen Ansätzen – wie dem offenen Unterricht, dem projektorientierten Lernen, den modernen Betreuungsformen mit Nachmittags- und Ganztagsbetreuung und dem Werkstatt-Unterricht – nicht mehr entsprechen”, so Bildungsreferent GR Ernst Hagen.

Raummangel
Auch Franz Kullich, in der Gemeindeverwaltung für Schulen und Schülerbetreuung zuständig, bestätigt, “dass die räumlichen Gegebenheiten – vor allem an den VS Rheindorf, Kirchdorf und Rotkreuz sehr beengt sind”. “Umso erfreulicher, mit welchem Engagement sich Direktoren und Lehrkräfte den Herausforderungen stellen und trotz erschwerter Bedingungen für einen reibungslosen Unterricht sorgen – wohl auch deshalb, weil in absehbarer Zeit wesentlich bessere Voraussetzungen geschaffen werden”, zollt GR Hagen verdiente Anerkennung. “Wenn die Gemeinde als Schulerhalter den Ansprüchen einer zukunftsweisenden Schule gerecht werden will, muss möglichst rasch gehandelt werden”, verlangt der Bildungsreferent.

Text: Ferdinand Ortner

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