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Bildungslandesrätin verteidigt Vorarlberger Kleinschulen

Die scheidende Schullandesrätin Bernadette Mennel (ÖVP) verteidigt die Vorarlberger Kleinschulen gegenüber der Kritik des Rechungshofes.
Die scheidende Schullandesrätin Bernadette Mennel (ÖVP) verteidigt die Vorarlberger Kleinschulen gegenüber der Kritik des Rechungshofes. ©VN/Steurer
Unverändert ist die Haltung der Vorarlberger Landesregierung in Sachen Kleinschulen. "Es gibt ein klares Bekenntnis, Kleinschulen erhalten zu wollen", bekräftigt Bildungslandesrätin Bernadette Mennel mit Verweis auf deren gesellschaftliche Bedeutung.
Rechnungshof kritisiert Kleinschulen

Zum einen wirke das Vorhandensein einer entsprechenden schulischen Infrastruktur der ländlichen Abwanderung entgegen, zum anderen würden die Kleinschulen ein enormes identitätsstiftendes Potential in sich tragen, das für eine intakte Dorfgemeinschaft wichtig sei. Mennel wörtlich: “Kleinschulen sind ein wichtiger Faktor für die Attraktivität von Dörfern als Wohnort für Familien”.

Mennel “entschlossen”

Mit der klaren Positionierung stellt sich die Bildungslandesrätin “entschlossen” gegen die anhaltende Kritik des Rechnungshofs, wonach Kleinschulen zu hohe Kosten verursachen und deshalb geschlossen werden müssten.

“Die Diskussion über die Schließung von Kleinschulen darf nicht allein von Kosten und Zahlen bestimmt werden. Die Erhaltung von Kleinschulen stellt einen Mehrwert für die gesamte Bevölkerung, für das Dorf und die Gemeinschaft dar. Diese Schulen, die mitten im Ortszentrum, im Herzen der Gemeinde, ihren Platz haben, bestimmen das Gemeinde- und Vereinsleben maßgeblich mit”, unterstreicht Mennel. Dass die pädagogische Sinnhaftigkeit zum Fortbestand einer Kleinschule dabei natürlich gewährleistet sein muss, steht für die Landesrätin außer Frage.

43 Kleinschulen

Derzeit gibt es in Vorarlberg 43 Schulen, die jeweils weniger als 30 Schülerinnen und Schüler haben. Diese bieten den Kindern in einem Dorf nicht nur den Vorteil eines kurzen Schulwegs, sondern haben auch eine wichtige Funktion im sozialen Leben der Region, dienen der Aufrechterhaltung ländlicher Strukturen und sind identitätsstiftend für Kinder und Erwachsene.

“Eine Schule ist ein Ort der Begegnung, der sich positiv auf die Lebensqualität und Lebendigkeit einer Gemeinde auswirkt. An dieser Position der Vorarlberger Landesregierung hat sich nichts geändert”, bekräftigt Landesrätin Mennel. Im Vorarlberger Regierungsübereinkommen weisen ÖVP und Grüne gemeinsam auf die Wichtigkeit der Beibehaltung von Kleinschulen hin.

(VLK)

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