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Bikepark Brandnertal: Das sagt der Betreiber zur Kritik an der Erweiterung

©Symbolbild: Bikepark Brandnertal, VOL.AT/Pertschy
Die Erweiterung des Bikepark Brandnertal sorgt für Kritik von Seiten der Naturschützer. Philipp Kettner, einer der beiden Geschäftsführer, im VOL.AT-Interview über die geplante Erweiterung und die Kritik.
Bikepark Brandnertal eröffnet
Impressionen vom Bikepark Brandnertal
Downhill-Action im Bikepark

Die stark kritisierte Erweiterung des Bikepark Brandnertal ist bereits gestartet. Zum einen geht es dabei um eine Erweiterung des Bikeparks im Gebiet der Tschengla. “Da wird der Bikepark im ähnlichen Charakter wie er war verlängert”, erklärt Philipp Kettner, einer der beiden Geschäftsführer, im VOL.AT-Gespräch.  Andererseits seien auch Verbindungstrails nach Brand geplant, auch Endurostrecken im Ortsgebiet sollen realisiert werden. Die Erweiterung bringt 300 Höhenmeter mehr, Biker können sich über acht neue Strecken freuen.

Sommergerechte Umgestaltung

Was den Transport der Fahrräder zu den jeweiligen Trails angeht, wartet ebenfalls einiges an Arbeit auf die Betreiber. “Wir sind in einer sehr herausfordernden Situation”, so Kettner. Bereits jetzt wird der Lift im Bikepark jedes Jahr umgebaut. Statt den herkömmlichen Sesseln werden spezielle Transportsessel für dem Fahrradtransport montiert. “Neu jetzt ab Mitte August sollte die Loischkopfbahn in Betrieb gehen”, erklärt der Geschäftsführer des Bikeparks. Der bereits bestehende Lift sei die einzige neue Adaption und werde “sommergerecht umgestaltet”, das Förderband werde außer Betrieb genommen, Fahrräder aufgehängt und “that’s it”.

Naturschützer äußert Kritik

Bereits der Bau des Bikeparks im Jahr 2014 sorgte für massive Kritik von Seiten der Naturschützer. Auch das Bekanntwerden der Erweiterungspläne sorgte für Proteste. “Die neu projektierten Strecken liegen im Aufenthaltsgebiet von Auerhühnern und Birkhühnern und berühren Balz- und Bruthabitate”, heißt es etwa in einem offiziellen Statement des Alpenschutzverbandes. Der Loischkopf, an dessen Gipfel eine der neuen Freeridestrecken starten soll, sei zudem im Biotopinventar der Gemeinde Bürserberg ausgewiesen. “Ein Bikepark, welcher Wildhabitate und Biotope beeinträchtigt und in den Sommermonaten ein hohes Verkehrsaufkommen mit sich bringt, ist mit einer nachhaltigen Tourismusentwicklung nicht vereinbar”, gibt der Verband zu verstehen. Auch Naturschutzverband und Alpenverein äußerten ähnliche Kritik an dem Projekt.

Rauch “mehr als unglücklich”

Auch Umweltlandesrat Johannes Rauch ist kein Fan der Erweiterung: „Der Loischkopf ist Lebensraum von Auerhahn und Birkhuhn. Vogelarten, die einen hohen Schutzstatus genießen”, schrieb Rauch in einer Aussendung. Mountainbikestrecken mitten durch das Gebiet zu führen sei aus Sicht des Naturschutzes nicht verantwortbar. Als Umweltlandesrat ist er “mehr als unglücklich” über die Entscheidung der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, die Erweiterung des Bikeparks zu genehmigen. Er gehe davon aus, dass das Projekt zumindest nicht mit Fördermitteln des Landes rechnen kann.

©VOL.AT/Mayer

Naturnahe Gestaltung geplant

“Die Kritik ist auf eine gewisse Art und Weise berechtigt”, gesteht Kettner ein. Die Naturschutzvereine würden sich für die Natur stark machen, was bis zu einem gewissen Punkt zu ihrer Arbeit gehöre. “Die Darstellung der Thematik war aus unserer Sicht allerdings etwas einseitig”, gibt der Betreiber zu verstehen. Man würde nicht einfach so die Natur platt machen und die Strecken ausbauen. “Da steckt sehr viel dahinter”, so Kettner. Es seien Spezialisten im Einsatz, darunter auch die Schweizer Firma, die bereits den ursprünglichen Park gestaltet habe. Man arbeite zudem sehr naturnah, ohne Beton und große Mengen an Schotter. Das Erdreich werde modelliert und man forme ohne Fremdmaterial die Strecken. Auch die “extremen Rodungen”, von denen man in manchen Medien lesen könne, seien so nicht geplant. “Rodung ist eine relative Sache”, gibt Kettner zu verstehen. “Gerodet heißt nicht zwangsläufig, dass Bäume gefällt werden.”

Fertigstellung in einem Jahr

Derzeit läuft bereits der normale Bikepark-Betrieb auf der Tschengla, auch der Spatenstich für die Erweiterung ist bereits erfolgt. “Derzeit sind drei Bautrupps im Einsatz”, so der Rankweiler. “Sobald die Schneesituation es zulässt wandern sie in Richtung Leutschkopf.” Bereits ab Mitte August soll die Bahn in Betrieb gehen, im Laufe des Septembers auch die Strecken in Brand. “In einem Jahr von jetzt an soll das ganze Projekt fertig sein”, ist sich Kettner sicher. Übrigens: Auf der Homepage des Bikeparks wurde extra ein Baublog eingerichtet, der Fans und Biker über die Arbeiten auf dem Laufenden hält und sie mit News von der Baustelle versorgt.

(Red.)

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