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Bienensterben: Zehn-Punkte-Programm für die Insekten

Zehn-Punkte-Programm soll Minister Berlakovich unterbreitet werden.
Zehn-Punkte-Programm soll Minister Berlakovich unterbreitet werden. ©DPA
Zur Rettung von Maja und Co. hat der Umweltdachverband und der Imkereidachverband "Biene Österreich" ein Zehn-Punkte-Programm zum Schutz der Insekten erarbeitet. Das am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien präsentierte Papier soll so bald wie möglich Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (V) unterbreitet werden.

Einigen Punkten habe man mit dem Minister bereits am Bienengipfel besprochen, wie Josef Stich, Obmann von “Biene Österreich”, erklärte. Ein Verbot der Neonicotinoide allein ist den Bienenfreunden zu wenig. Neben den Pestiziden und der Varroamilbe sind besonders die in Österreich weitverbreiteten Monokulturen in der Landwirtschaft die größten Feinde dieser Insektenart.

Landwirtschaft als zentrales Problem

Die stark monokulturelle und in manchen Regionen Österreichs intensiver werdende Landwirtschaft wird als zentrales Problem gesehen, sagte Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des Umweltdachverbandes. “Die Verankerung einer stärkeren Fruchtfolge wäre eine zentrale Maßnahme, die ein langfristiges flächendeckendes Überleben der Bienen und Wildbienen sichern würde.”

Mais als “Wüsten für die Bienen”

Durch Monokulturen windbestäubter Pflanzen wie Mais bleiben diese Flächen für die Insekten irrelevant. “Das sind Wüsten für die Bienen”, erklärte Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes. Es müsse wieder Struktur in die Landwirtschaft gebracht werden, um den Tieren einen Lebensraum zu schaffen, sagte Stich. Die derzeit im Agrarumweltprogramm verankerte verpflichtende Biodiversitätsauflage müsse in jedem Fall weitergeführt und auf alle Maßnahmen des Agrarumweltprogramms ausgeweitet werden, meinte Proschek-Hauptmann.

“Wer Pflanzen anbaut, der braucht auch Pflanzenschutz”, meinte Stich. “Doch das darf keine negative Auswirkung auf die Bienen haben”, erklärte der Vereinsobmann, der appellierte, den Einsatz von Pestiziden noch deutlicher zu verringern. Außerdem sei die Forschung und Entwicklung von alternativen, unproblematischen Pflanzenschutzmitteln zu fördern, so Stich. “Der Zustand der Bienen gibt Rückschluss über die Umweltsituation in Österreich”, so Proschek-Hauptmann. “Geht es den Bienen schlecht, geht es der Umwelt schlecht”, meinte auch Heilingbrunner.

Institut für Bienenkunde gefordert

Die Experten forderten im Zuge der aktuellen Diskussion nicht nur eine große Bienenschutz-Bewusstseinskampagne zu starten, sondern auch ein Institut für Bienenkunde zu etablieren, um die Forschung der Tiere zu fördern.

In Österreich gibt es rund 25.000 Imker mit 376.500 Bienenvölkern. Die von “Biene Österreich” geschätzte jährliche Honigproduktion liegt bei 5.000 bis 7.000 Tonnen. Der volkswirtschaftliche Wert der Bestäubung liegt um ein Vielfaches höher als der Ertrag aus den Bienenprodukten und kann für Österreich mit jährlich 500 Millionen Euro beziffert werden, so der Verein.

(APA)

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