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Biden empfing Xi: "Wichtigste bilaterale Beziehung der Welt"

US-Präsident Joe Biden hat zum Auftakt seines Treffens mit Chinas Staatschef Xi Jinping dazu aufgerufen, die Beziehungen zwischen den USA und China verantwortungsvoll zu gestalten. Der Wettbewerb zwischen beiden Ländern dürfe nicht in einen Konflikt ausarten, sagte Biden am Mittwoch im Landsitz Filoli 48 Kilometer südlich von San Francisco. Xi sprach von der "wichtigsten bilateralen Beziehung der Welt".

Weiters sagte er, er und Biden trügen große Verantwortung für die beiden Völker, für die Welt und für die Geschichte. "Für zwei große Länder wie China und die Vereinigten Staaten ist es keine Option, sich voneinander abzuwenden", sagte Xi weiter. "Es ist unrealistisch, dass eine Seite die andere umgestaltet, und Konflikt und Konfrontation haben unerträgliche Folgen für beide Seiten." Xi verwies zudem auf gemeinsame Probleme. Zwar habe sich die Welt von der Coronavirus-Pandemie erholt, trotzdem wirke sie immer noch nach. "Die Weltwirtschaft erholt sich, aber sie kommt nur langsam in Schwung."

Erklärtes Ziel von Biden ist es, die angespannten Beziehungen zwischen beiden Supermächten zu verbessern. Die USA und China liegen wegen einer ganzen Reihe von Streitpunkten und ideologischen Differenzen überkreuz und konkurrieren um weltweiten Einfluss und Vorherrschaft.

Regierungsvertreter aus Washington und Peking haben Erwartungen gedämpft, bei den Streitpunkten Taiwan, Südchinesisches Meer, Gaza-Krieg, russische Invasion der Ukraine, Nordkorea und Menschenrechtsfragen könnte es zu größeren Annäherungen kommen. Bereits bei früheren Treffen konnten beide Präsidenten die Meinungsverschiedenheiten in diesen Bereichen nicht ausräumen.

Nach ihren Gesprächen wollen Biden und Xi am Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft in San Fransisco teilnehmen. Die Staats- und Regierungschefs der 21 Länder umfassenden Gruppe und Hunderte einflussreicher Firmenchefs treffen sich auch vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Schwächephase Chinas.

Biden und Xi haben sich seit dem G20-Gipfel im November 2022 in Bali nicht mehr persönlich gesehen und auch nicht gesprochen. Es gab in den vergangenen Monaten zwar diverse Treffen und Gespräche hochrangiger Regierungsvertreter beider Seiten, aber keinen direkten Austausch der beiden Präsidenten.

(APA/dpa/Reuters)

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