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Biathlon-Sprint an Franzosen Jay – ÖSV-Team geschlagen

Wetterkapriolen in Whistler haben Simon Eder um eine Top-Platzierung im Biathlon-Sprint gebracht. Der 26-jährige Salzburger schoss am Freitag in Whistler fehlerfrei, doch extremer Schneeregen während seines Laufs bremste ihn in der Loipe.
Bilder vom Biathlon-Sprint
Bilder der Siegerehrung

Eder musste sich mit dem elften Rang begnügen, 1:24,4 Minuten zurück und unmittelbar vor dem Steirer Christoph Sumann (1:24,9), der zwar noch bessere Bedingungen vorgefunden hatte, aber an zwei Fehlschüssen und mäßiger Laufleistung scheiterte.

Das verrückte Wetter im Westen Kanadas gab der Ergebnisliste ein völlig anderes Aussehen als gewohnt. Von den Favoriten schaffte nur der Norweger Emil Hegle Svendsen als Zweiter den Sprung auf das Podest, mit einer Strafrunde hatte er 12,2 Sekunden Rückstand auf den fehlerfrei schießenden Franzosen Vincent Jay. Der 24-Jährige hatte seinen bisher einzigen Weltcupsieg vor einem Jahr an gleicher Stelle im 20-km-Bewerb geschafft, der zweite brachte Olympia-Gold.

Bronze sicherte sich ohne Strafrunde der Kroate Jakov Fak, der schon bei der WM 209 als Dritter des Einzelbewerbs für eine Überraschung gesorgt hatte. Der fünfache Olympiasieger Ole Einar Björndalen suchte nach vier Fehlschüssen als 17. mit 1:41 Minuten Rückstand keine Ausreden. “Ich war heute selber schuld an diesem schwachen Resultat.”

Eder, WM-Zweiter mit der Staffel 2009, sah sich durch die Startnummer um seine Chance gebracht. Er habe schon vor dem Rennen gewusst, dass bei diesen Bedingungen mit Startnummer 42 nichts zu holen sein würde. “Ich habe einen Nuller im Schießen gebraucht und den habe ich auch geschafft, darauf bin ich stolz. Mit einer niedrigen Startnummer hätte es Top fünf oder sogar eine Medaille werden können”, ärgerte sich der Saalfeldener. “Es war leider eine Lotterie, schade, dass sowas bei Olympia passiert. Die zweite Runde hat mein Rennen zerstört, da bin ich gestanden wie angepickt mit Superkleber.”

Damit war nicht nur der Sprint verpatzt, sondern angesichts des großen Rückstands auch die Chance für die Verfolgung am Dienstag minimal. “Für das Podium wird es ganz, ganz schwer, aber ich werde alles versuchen”, sagte Eder. Erinnerungen an die WM in Südkorea wurden wach, die auch verflixt, u.a. mit einem Missgeschick Sumanns in der Strafrunde, begonnen hatte. Am Ende gab es damals aber noch drei Medaillen.

Trainer-Vater Alfred Eder schimpfte über die Nummernvergabe bei Winterspielen. “Dass Simon als Achter des Weltcup in der zweiten Gruppe und damit weit hinten starten muss, ist eine Sauerei. So oft bekommt man als Sportler bei Winterspielen nicht so eine Chance”, kritisierte der frühere WM-Dritte. Die Leistungen des Sohnes seien optimal gewesen. “Aber bei so langsamer Spur hilft auch ein optimales Rennen nichts.” Der Rückstand für die Verfolgung sei nun viel zu groß. “Es sind gleich zwei Rennen verhaut, denn der Rückstand ist so groß wie vier Strafrunden, wie soll man das aufholen”, meinte der enorm verärgerte Eder.

Daniel Mesotitsch war mit drei Fehlern und hoher Nummer chancenlos (43. mit 2:37 Rückstand). Dominik Landertinger, der Weltmeister im Massenstart, kam mit zwar günstigerer Nummer, aber mit vier Fehlschüssen und 2:15,9 Minuten Rückstand nur auf den 33. Rang. Der 21-Jährige war enttäuscht, bei den zwei Fehlern im Stehend-Anschlag hatte ihm der Wind die Chance geraubt. “Vier Fehler sind eine Katastrophe. Beim Liegendschießen war ich schon so durchnässt, die Muskulatur war kalt, ich habe nicht mehr richtig draufdrücken können. Das ist heute in die Hosen gegangen”, ärgerte sich der Hochfilzener.

Sumann hatte beste Voraussetzungen mit der frühen Nummer sieben, doch zwei Fehler bei den ersten zwei der zehn Schüsse und körperliches Defizit warfen ihn zurück. “Ich hatte schon auf der ersten Runde Probleme. Ich befürchte, dass die Wettkampfpause zu lang war. Mit zwei Fehlschüssen sind mir schon am Anfang die Felle davongeschwommen. Ich wollte wenigstens eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung, das ist leider nicht gelungen”, sagte der 34-jährige Steirer. “Ich hoffe, das war der Durchputzer, und bin zuversichtlich, dass es in weiterer Folge besser klappt.”

10 km der Herren:

1. Vincent Jay FRA 24:07,8 0 *
2. Emil Hegle Svendsen NOR + 12,2 1
3. Jakov Fak CRO 14,0 0
4. Klemen Bauer SLO 17,4 1
5. Andrej Derisemlja UKR 40,7 2
6. Jean Philippe Leguellec CAN 49,8 1
7. Pavol Hurajt SLO 1:07,2 1
8. Björn Ferry SWE 1:12,4 0
9. Jeremy Teela USA 1:13,9 2
10. Iwan Tscheresow RUS 1:18,1 2
11. Simon Eder AUT 1:24,4 0
12. Christoph Sumann AUT 1:24,9 2
17. Ole Einar Björndalen NOR 1:41,1 4  
34. Dominik Landertinger AUT 2:16,0 4
45. Daniel Mesotitsch AUT 2:37,5 2

* Schießfehler = Strafrunden

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