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Bewahrung der Artenvielfalt als wichtigste Aufgaben

Der 3.März ist der Internationale Tag des Artenschutzes.
Der 3.März ist der Internationale Tag des Artenschutzes. ©Biotopinventar Vorarlberg, Grüne/Darko Todorovic
Zum Internationalen Tag des Artenschutzes erinnert Umweltlandesrat Johannes Rauch an die Bedeutung des Schutzes der wildlebenden Tiere und Pflanzen.
Artenvielfalt in Vorarlberg

"Der rasant fortschreitende Verlust der weltweiten Biodiversität ist neben der Klimaerwärmung die zweite große Bedrohung unserer Zeit. Artenschutz ist ein Gebot der Stunde", so Landesrat Johannes Rauch.

Dramatische Ausmaße

Weltweit hat der Verlust der Artenvielfalt dramatische Ausmaße angenommen. Täglich verschwinden über 100 Tier- und Pflanzenarten auf der Erde. "Der Mensch ist von intakten Ökosystemen mit ihrer natürlichen Artenvielfalt abhängig. Wir profitieren daher direkt, wenn wir unsere natürlichen Lebensräume mit ihren Tieren und Pflanzen schützen", sagt Landesrat Rauch. Vorarlberg habe eine wunderbare und reichhaltige Natur, sei aber keine Insel der Seligen. "Auch bei uns sind Arten bedroht und Lebensräume durch Eingriffe und Übernutzungen gefährdet. Die Vorarlberger Landesregierung bekennt sich in ihrem Regierungsprogramm daher klar zum Erhalt der Artenvielfalt", erklärt Rauch.

Um diese Ziele zu erreichen, entwickelt und unterstützt das Land Vorarlberg zahlreiche Projekte zum Schutz des Lebensraums und zum Schutz besonders gefährdeter Arten. Schutzgebiete sind Hotspots der Artenvielfalt und für bestimmte Arten werden maßgeschneiderte Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt, wie zum Beispiel Wiesenbrüterschutz, Amphibienschutz, Fledermausschutz, der Schutz vom Aussterben bedrohter Pflanzen, die Bekämpfung von Neophyten und viele mehr.

Jeder kann zur Artenvielfalt beitragen

Artenschutz ist keine alleinige Aufgabe von Experten und Politik. Zur Artenvielfalt kann und soll jeder beitragen. "Die wichtigste Grundlage für den Artenschutz ist ein nachhaltiger und sorgsamer Umgang mit unserer Natur und den natürlichen Ressourcen", sagt Landesrat Rauch.

Hier sind die Land- und Forstwirtschaft wichtige Partner. Denn eine abwechslungsreiche Kultur- und Naturlandschaft beflügelt die Artenvielfalt. Aber auch die Mithilfe jeder und jedes Einzelnen ist vonnöten, um den Artenschwund zu bremsen. Vom naturnahen Garten mit heimischen Pflanzen bis zum artenreichen Gründach, vom alten Obstbaum in der Wiese als Nistbaum für Vögel und Fledermäuse bis zur Nachtabschaltung von Licht zum Schutz der Insekten. Die Möglichkeiten sind vielfältig und groß.

Ganz besonders freut Rauch das Engagement vieler Freiwilliger für den Artenschutz: "Speziell hervorzuheben ist die Arbeit vieler Freiwilliger, die sich ehrenamtlich in vielen Schutzprojekten engagieren und eine bedeutende Stütze für den Artenschutz darstellen." So sind zum Beispiel gerade jetzt wieder viele Helferinnen und Helfer unterwegs, um Amphibien bei ihrer Wanderung zu den Laichgewässern ein sicheres Überqueren von Straßen zu ermöglichen.

Beispiel Wiesenbrüterprojekt

Der Vorarlberger Naturschutzbund betreut mit seinen Partnern seit vielen Jahren die vierschieden Wiesenbrüterpopulationen im Rheintal. Das Land Vorarlberg unterstützt durch den Naturschutzfonds diese Initiative.

Beispiel Rote Listen

Rote Listen sind die Alarmsysteme im Naturschutz. Sie nennen jene Pflanzen- und Tierarten, deren Bestände als bedroht gelten oder die bereits ausgestorben sind. Vorarlberg ist das einzige österreichische Bundesland, das die Erstellung von Roten Listen im Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung rechtlich festgeschrieben hat. Die inatura ist mit der Erstellung der Roten Listen beauftragt.

Entstehung des Internationalen Tag des Artenschutzes

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat in ihrer 68.Sitzung am 20. Dezember 2013 den 3. März als Tag des Artenschutzes (World Wildlife Day) ausgerufen. Der Internationale Tag des Artenschutzes soll jährlich die Bedeutung der wildlebenden Flora und Fauna für unser Leben ins Bewusstsein rücken. Der 3. März 1973 ist das Gründungsdatum des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES), das einen nachhaltigen, internationalen Handel mit wildlebenden Tieren und Pflanzen regelt.

(VOL.AT)

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