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Betrug: Arbeiterkammer warnt vor Gewinnspielen

Schwarzach (VN) -  So gut wie jeder Vorarlberger hat in den vergangenen Jahren schon un­seriöse Gewinnspielmitteilungen per Post erhalten. Sätze wie „Sie haben gewonnen – holen Sie Ihren Preis in den nächsten Tagen bei uns ab“ wecken die Neugierde des Empfängers. Das „Energiegewinnspiel Österreich“ war eines davon.

„In den meisten Fällen handelt es sich bei den Absendern aber nur um Betrüger, die den Empfänger zu Werbefahrten mit Verkaufspräsentationen locken wollen“, weiß Paul Rusching von der Arbeiterkammer Vorarlberg. „Häufig werden die Schreiben an ältere Personen gesendet“, fügt er hinzu. „Aber Achtung“, warnt der Experte.

„Man gewinnt nicht einfach irgendwas.“ Aktuell kursiert ein weiteres Schreiben – laut Arbeiterkammer haben es in den vergangenen Tagen Hunderte Vorarlberger erhalten. Zahlreiche von ihnen haben sich mit Anfragen – rund 200 an der Zahl – bereits an die AK und auch an die VN gewandt. Die Gewinnzentrale Hömmen mit Postfachadresse in Salzburg, welche den Konsumentenschützern in ganz Österreich in diesem Zusammenhang bereits negativ bekannt ist, fordert die Konsumenten auf, sich zur großen Gewinnübergabefeier am 16. Juni anzumelden.

„Es sah seriös aus“

Auch Claudia Gottfreund aus Nofels bekam eine Gewinnbenachrichtigung des eben genannten Absenders unter dem Wortlaut „Energiegewinnspiel Österreich“: „Es sah sehr seriös aus, sonst hätte ich es gleich entsorgt“, so Gottfreund weiter.

Die Noflerin hat laut Mitteilung 7500 Euro in bar sowie ein Elektrofahrrad im Wert von rund 1500 Euro gewonnen. „Ich dürfe sogar noch vier Personen meiner Wahl zur Gewinnübergabe mitnehmen, auch das Frühstück sei inklusive.“

Gottfreund stand dem ­Schreiben aus Salzburg skeptisch gegenüber und informierte sich im Internet über den Absender. Bald hatte sie die Gewissheit, dass die Gewinnzentrale bereits einschlägig bekannt ist – keinesfalls positiv. „Aufgrund der Anfragen bei uns müssen wir feststellen, dass die Konsumenten im konkreten Fall deswegen unsicher sind, nicht doch etwas gewonnen zu haben, weil sie zuvor möglicherweise an einem Gewinnspiel teilgenommen haben, bei dem sie persönliche Daten bekannt gegeben haben“, vermutet Karin Hinteregger von der Konsumentenberatung. Die Konsumentenschützer wären zudem nicht überrascht, wenn die betroffenen Adressaten in den nächsten Tagen zudem telefonisch mit Werbeanrufen überhäuft würden. Ein Tipp von Paul Rusching: „Suspekte Gewinnspielbenachrichtigungen umgehend in den Mülleimer verbannen, die Anrufe ignorieren und keinesfalls persönliche Daten weitergeben.“

Die rechtliche Regelung sei in diesem Fall schwierig. Klagbar seien solche Schreiben nach Konsumentenschutzgesetz allemal: „Nur kann man häufig nicht nachvollziehen, wer hinter diesen Einladungen steckt, zumal die angegebenen Absender oft gar nicht existieren“, so Rusching. Auch führten die Werbefahrten meist in das benachbarte Ausland „und sind so für die österreichischen Behörden nur schwer greifbar“.

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