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Betreut wohnen mit Hindernissen

Umständliches Bemühen ist nötig, wenn Annette Broch ihre Wohnung verlassen möchte.
Umständliches Bemühen ist nötig, wenn Annette Broch ihre Wohnung verlassen möchte. ©VN/Paulitsch
„Betreutes Wohnen" wird bei Senioren immer beliebter. Doch der Umstand, dass diesbezügliche VOGEWOSI-Wohnungen keine Küche als Grundausstattung haben und auch anderweitige Hürden aufweisen, sorgt für eine politische Anfrage und Mieterkritik.

„Ja, und die Küche hat mich ziemlich viel Geld gekostet.“ Annette Broch bestätigt, was derzeit Gegenstand einer FPÖ-Anfrage an Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser ist: dass nämlich die von der VOGEWOSI im Rahmen des „Betreuten Wohnens“ errichteten Mietwohnungen keine Küche als Grundausstattung beinhalten. „Dieses Prinzip gilt für alle unsere 15.400 Wohnungen“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende des gemeinnützigen Wohnbauträgers, Günter Lampert, auf VN-Nachfrage. Als „wesentliche Gründe“ nennt VOGEWOSI-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz zusätzliche Baukosten von 100 bis 130 Euro pro Quadratmeter sowie die laufende Geräte-Instandhaltung, die mit dem Einbau einer Küche ebenfalls zu übernehmen wäre. „Wenn jedoch der Wunsch nach Installierung von Küchen besteht, muss die Finanzierung gesichert sein“, stellen Lampert und Lorenz klar.

Bislang hat die VOGEWOSI unter dem Titel „Betreutes Wohnen“ insgesamt 9 Wohnanlagen mit 170 Wohnungen errichtet. Weitere 9 Projekte sind in Planung. Hans-Peter Lorenz zur Kritik: „Vor allem alte Menschen sind froh, wenn sie die eigene Küche in die neue Wohnung als Teil des früheren Lebens mitnehmen können.“

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