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Bessere Ausbildung für junge Talente

Das Land Vorarlberg und der Gemeindeverband haben die Neugestaltung des Vorarlberger Musikschulwesens umgesetzt. Laut Vereinbarung wurde ein Steuerungsgremium eingerichtet.

Auf Grundlage einer Vereinbarung wurde erstmalig ein gemeinsames Steuerungsgremium eingerichtet, in dem das Land mit dem Gemeindeverband für das hervorragende Vorarlberger Musikschulwesen die Verantwortung tragen wird. “Das vordergründige Ziel ist es, die Ausbildung junger musikalischer Talente qualitativ weiter zu vertiefen und die Grundlagen für das Musikschulwesen – wo notwendig – zu verbessern”, betont Landesstatthalter Hans-Peter Bischof nach der heutigen konstituierenden Sitzung dieses Gremiums im Landhaus in Bregenz.

Für LSth. Bischof bieten die neuen Strukturen einen noch besseren Rahmen für die engagierte Arbeit, die an Vorarlbergs Musikschulen geleistet wird. “Das Musikschulwerk wird deutlich aufgewertet und damit die Koordination der Musikschulen untereinander – in der Gestaltung der Fort- und Weiterbildung, bei der Abstimmung der Ausbildungsangebote, bei der Suche nach Lehrern ihn Mangelfächern, aber auch bei der Tarifgestaltung oder hinsichtlich der Transparenz der Angebote – verstärkt”.

Zur Festlegung der strategischen Zielrichtung des Musikschulwesens besetzen das Land und die Musikschulerhalter – also die Gemeinden – ein Steuerungsgremium, dessen Beschlüsse für alle verbindlich sind. Dieses Gremium setzt sich aus Vertretern des Landes, des Gemeindeverbandes sowie des Musikschulwerkes zusammen. Den Vorsitz führt das für das Musikschulwesen zuständige Mitglied der Vorarlberger Landesregierung, LSth. Bischof, sein Stellvertreter ist der Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes, Bürgermeister Wilfried Berchtold.

Ziel: flächendeckendes Musikschulangebot

Die Aufgabe des Steuerungsgremiums ist die Festlegung der strategischen Ausrichtung des Musikschulwesens in Vorarlberg. Dazu LSth. Bischof: “Das bedeutet vor allem Orientierung an gemeinsamen Vorgaben, gegenseitige Ergänzung in Organisation und in struktureller sowie personeller Hinsicht. Vorrangiges Ziel ist die Sicherung des flächendeckenden Musikschulangebotes mit offenem Zugang für alle Interessentengruppen und ein an einheitlichen Qualitätsstandards orientiertes Leistungsangebot zu sozial verträglichen Tarifen”.

Zur Beratung dieses Gremiums wird ein Pädagogischer Fachbeirat eingerichtet, in dem u.a. Vertreterinnen und Vertreter der Musikschulen, des Landeskonservatoriums, des Blasmusikverbandes, des Chorverbandes sowie der für die Musikerziehung zuständige Fachinspektor Mitglieder sind.

Servicestelle eingerichtet

Die Entscheidungsvorgaben des Steuerungsgremiums werden hinkünftig im Vorarlberger Musikschulwerk über eine neu eingerichtete Servicestelle umgesetzt. Die Aufgaben der Servicestelle sind die Zusammenarbeit der Musikschulen untereinander sowie mit anderen Einrichtungen – wie Schulen, Vereinen und kulturellen Einrichtungen – zu fördern und verstärkte Synergien im Struktur- und Personalbereich über eine sinnvolle übergreifende Zusammenarbeit der Musikschulen zu nutzen.

Die Servicestelle unter der Leitung von Direktor Peter Heiler befindet sich in der Villa Claudia in Feldkirch und hat am 1. März 2006 die Arbeit aufgenommen. “Das Land wird im neuen Musikschulwerk künftig Sitz und Stimme haben und damit als maßgeblicher Fördergeber gemeinsam mit dem Gemeindeverband die Verantwortung für die weitere – bisher so positive – Entwicklung tragen”, hebt LSth. Bischof hervor.

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