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Berufsorientierung als eigenes Unterrichtsfach ab Herbst

Je früher sich Jugendliche mit Berufsorientierung beschäftigen, desto eher erlernen sie einen Beruf, der ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht.
Je früher sich Jugendliche mit Berufsorientierung beschäftigen, desto eher erlernen sie einen Beruf, der ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. ©BIFO/ A. Serra
Dornbirn, 27. Juni 2012 – Ab kommendem Schuljahr wird die Berufsorientierung als Unterrichtsfach an allen Mittelschulen österreichweit eingeführt. Für Landesschulrat Siegi Stemer und das BIFO geht mit der neuen Mittelschulverordnung ein langjähriger Wunsch in Erfüllung.

Unterrichtet wird das Fach künftig eine Stunde pro Woche in der dritten oder vierten Klasse. Damit wird für die Jugendlichen die Entscheidung in der Schul- und Berufswahl einfacher und konkreter.

In Zukunft gibt es Berufsorientierung an allen Mittelschulen als Pflichtfach. „Das neue Fach Berufsorientierung ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Jugendlichen sollen rechtzeitig vor Abschluss der Pflichtschule gut vorbereitet sein“, so Landesrat Siegi Stemer.

Insgesamt werden 64 Schulstunden an den Vorarlberger Mittelschulen ab dem Schuljahr 2012/13 dem Thema gewidmet. „Mit den 32 Jahresstunden in der 3. oder 4. Klasse haben die Lehrerinnen und Lehrer ein effizientes Werkzeug in der Hand, um die schulische Berufsorientierung umzusetzen“, erklärt BIFO-Geschäftsführer Klaus Mathis. Die weiteren 32 Jahresstunden bauen die Schulen im Unterricht von Pflichtfächern ein.

Bewusste Berufsorientierung für Jugendliche
Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen profitieren künftig von der konstanteren Berufsorientierung an den Schulen. Das Fach findet nun im Stundenplan seinen fixen Platz und die Jugendlichen werden einmal pro Woche in Berufsorientierung betreut.„Bei der Bildungs- und Berufsberatung merken wir eindeutig, wenn Schülerinnen und Schüler gute Berufsorientierung hatten. Sie reagieren sensibler und sind in ihren Überlegungen weiter“, so Mathis.

Der Berufsorientierungsunterricht hilft den Schülerinnen und Schülern, ihre persönlichen Begabungen und Talente zu entdecken. Die Lehrkräfte helfen den Jugendlichen über das neue Pflichtfach, jene Bildungswege zu finden, die am ehesten zu ihnen passen. Eine frühzeitige Information ist wichtig, damit die Schülerinnen und Schüler eine optimale Entscheidung treffen können.

Für jene Mittelschulen, die bisher schulautonom eigene Unterrichtseinheiten dafür eingerichtet hatten, wird sich mit der neuen Mittelschulverordnung inhaltlich keine Änderung ergeben. Das BIFO unterstützt die Vorarlberger Mittelschulen bei der Umstellung mit der Landeskoordinatorin zur Berufsorientierung.

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