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Berlusconi: Staatsanwälte gegen Freispruch

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat gegen den Freispruch des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in einem Korruptionsprozess Berufung eingelegt.

Die Staatsanwälte Ilda Boccassini und Gherardo Colombo erklärten am Freitag in einem 136-seitigen Dossier, dass die Verantwortung des Premierministers und Medienzaren anerkannt werden müsse.

Nach einem dreijährigen Verfahren wegen mutmaßlicher Korruption war Berlusconi im vergangenen Dezember von einem Mailänder Gericht vom Vorwurf der Korruption freigesprochen worden. In einem der fünf Vorwürfe wegen Richterbestechung entschied das Mailänder Gericht, der Fall sei bereits verjährt. In einem weiteren Anklagepunkt wegen Schmiergeldzahlungen an Richter bei der Privatisierung des Lebensmittelriesen SME urteilte das Schwurgericht in erster Instanz auf nicht schuldig.

Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert. Im Verfahren gegen den Medienmagnaten und Regierungschef ging es um den in den 80er Jahren noch staatlichen Lebensmittelkonzern SME, den der Industrielle Carlo De Benedetti 1985 von der Staatsholding IRI kaufen wollte. Während der damalige IRI-Präsident Romano Prodi schon mit De Benedetti handelseinig gewesen sein soll, hatte der damalige sozialistische Ministerpräsident Bettino Craxi angeblich seinen Freund und Verbündeten Berlusconi gebeten, mit einem höheren Gebot für den Lebensmittelkonzern SME den Verkauf zu verzögern und zu verhindern.

Berlusconi soll damals eigentlich nicht am Kauf interessiert gewesen sein, durchkreuzte aber die Pläne des Verlegers und Industriellen De Benedetti, dem heute immer noch die Zeitung „La Repubblica“ gehört. De Benedetti verlor damals einen Schadenersatzprozess gegen Berlusconi. Die Ermittler meinten, dass Berlusconi und sein Ex-Rechtsanwalt Cesare Previti die Richter bestochen haben könnten, um den Prozess zu gewinnen.

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