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Berührender TV-Auftritt von Ylenias Mutter

Schweiz - Die Mutter der ermordeten Ylenia will im Gedenken an ihre Tochter eine Stiftung gründen. Ziel sei es, dem sinnlosen Tod von Ylenia doch noch einen Sinn zu geben.

Die Mutter von Ylenia äusserte sich am Mittwoch im Schweizer Fernsehen erstmals öffentlich zum Tod ihrer Tochter und sagte, Ylenia sei zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort gewesen. Es sei nicht gewollt gewesen, dass genau Ylenia das Opfer habe sein müssen. Was passiert sei, lasse sie nicht am Sinn des Lebens zweifeln, sagte die Mutter in einem am späten Mittwochabend ausgestrahlten Interview der Sendung „Reporter“.

Es tauchten aber immer wieder Fragen auf: „Wieso sie? Wieso wir? Warum konnte sie nur fünfeinhalb Jahre alt werden, sie hatte ja noch das ganze Leben vor sich, warum gerade sie?“. Ihr Menschenbild habe sich durch das Schreckliche nicht verändert: „Dass es schlechte Menschen gibt, das hört man, liest man, weiss man“, sagte Ylenias Mutter. Sie sei allerdings der Meinung, dass Täter in der Schweiz härter bestraft werden sollten, sodass etwa wie im Fall Urs Hans Von Aesch Vorstrafen, die 20 Jahre zurücklägen, nicht mehr aus dem Strafregister verschwinden könnten. Solche Täter sollten nach 20 Jahren keine unbescholtenen Bürger sein. Ylenia habe gewusst, dass sie nicht in fremde Autos einsteigen oder sich nicht von Fremden mit Bonbons locken dürfe. Sie glaube deshalb nicht, dass Ylenia freiwillig in Von Aeschs Auto eingestiegen sei. Vorwürfe mache sie sich keine, sagte die Mutter weiter, aber Gedanken, etwa, dass alles nicht passiert wäre, wenn es geregnet hätte, dann wäre ihre Tochter ihr Schampoo im Schwimmbad vielleicht nicht holen gegangen. „Sie hat keine Schuld, ich habe keine Schuld“, sagte die Mutter weiter.

Um die Erinnerung an Ylenia weiter leben zu lassen, wollen die Angehörigen des getöteten Mädchens eine Stiftung für benachteiligte Kinder gründen. Dazu will die Mutter Geld einsetzen, das sie schon bekommen hat oder das durch Spenden noch zusammenkommt. Zum Beispiel armen Kindern in Rumänien zu helfen, sei sicher im Sinne von Ylenia. Am kommenden Mittwochnachmittag um 14.00 Uhr findet in der evangelischen Kirche in Appenzell ein Trauergottesdienst für das ermordete Mädchen statt. Da die Anteilnahme am Schicksal von Ylenia für die Angehörigen in den letzten Wochen eine grosse Stütze gewesen sei, sei auch die Bevölkerung herzlich eingeladen, an der Abdankung teilzunehmen, teilte die Innerrhoder Kantonspolizei mit.

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