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"Bergschau" geht hinaus in die Natur

Mit der Eröffnung des alpwirtschaftlichen Lehrpfades von der Alpe Schrattenwang über Oberwestegg nach Riezlern geht das grenzüber-schreitende naturkundliche Infosystem „Bergschau“ nun hinaus in die Natur.

„Informieren und Verständnis für den Lebensraum und unsere Natur wecken“, so lautet einer der wesentlichen Grundgedanken des naturkundlichen Infosystems „Bergschau“. An insgesamt fünf Stationen zwischen Riezlern und der Alpe Schrattenwang im benachbarten Allgäu können sich nun Wanderer über interessante Themen zu Natur, Alpwirtschaft, Berg- und Tierwelt informieren.

Das Besondere: Der Lehrpfad verläuft entlang einer historischen Wegeverbindung zwischen Riezlern und Oberstdorf. Ab dem Jahre 1423 war die Verbindung über Westegg- und Mittelalpe über 300 Jahre hinweg die wichtigste Verbindung ins benachbarte Allgäu. Heute ist der „Landweg über das Westegg ein äußerst beliebter Wanderweg. Bestückt ist der Lehrpfad mit fünf bis zu 2,40 Meter hohen Edelstahl-Stelen, an denen sich Wanderer anhand von Texten, 3-D-Fotos und Grafiken informieren können. Die dargestellten Themen spannen von der Geschichte der Alpwirtschaft, der Bedeutung der Walser Ställe, landschaftliche Besonderheiten bis hin zur Tierwelt einen umfassenden Bogen.

Detailinformationen wie beispielsweise über die frühere Verwendung der getrockneten Kuhfladen als gesundheitsfördernder Tee runden die Information ab. Die Konzeption des Lehrpfades wurde von Dipl. Geograph Thomas Dietmann in Zusammenarbeit mit örtlichen Arbeitsgruppen erstellt. Finanziert wurde das Projekt von der Gemeinde Mittelberg, dem Landkreis Oberallgäu, der Europäischen Union, sowie von der Deutschen Allianz-Umweltstiftung. Trotz Regens bei der Eröffnung gab es nur lachende Gesichter. Landrat Gebhard Kaiser, Präsident der Euregio „via salina“, bezeichnete das grenzüberschreitende Projekt als eine Fortführung gemeinsamer Tradition und gemeinsamer Kultur. Der Bürgermeister der Gemeinde Mittelberg, Werner Strohmaier, hob die historische Bedeutung der alten Wegeverbindung zwischen Oberstdorf und dem Kleinwalsertal hervor, um die es im Gegensatz zu heute in früherer Zeit des Öfteren Streit gegeben habe.

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