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Bereits 17 Kinder bei Schulwegunfällen verletzt

Schwarzach -  Schulbeginn heißt es am Montag für viele Kinder in Vorarlberg. Der VCÖ appelliert daher an die Autofahrer besonders vorsichtig zu fahren. Bisher wurden heuer in Vorarlberg 17 Kinder bei Schulwegunfällen verletzt.

Der VCÖ warnt, dass telefonierende Autofahrer eine wachsende Unfallgefahr für die Kinder am Schulweg sind. Der VCÖ hat für Eltern eine kostenlose Checklist für den sicheren Schulweg erstellt, die direkt in Internet unter www.vcoe.at erhältlich ist.

Die Zahl der Schulwegunfälle ist in Vorarlberg seit dem Jahr 2006 deutlich zurückgegangen. Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt, dass im Vorjahr bei 33 Schulwegunfällen 33 Kinder verletzt wurden, um 16 weniger als im Jahr 2006 -  das ist ein Rückgang um 33 Prozent. “Die Verkehrssicherheitsarbeit der Gemeinden, des Landes, der Exekutive sowie der Elternvereine und Schulen zeigt Wirkung. Doch unser aller Ziel kann nur lauten, dass kein einziger Schulwegunfall passiert”, stellt VCÖ-Experte DI Martin Blum fest. Erfreulich ist, dass es in den vergangenen vier Jahren keinen einzigen tödlichen Schulwegunfall in Salzburg gab. Weniger erfreulich: Heuer ist die Zahl der bei Verkehrsunfällen am Schulweg verletzten Kinder auf 17 gestiegen, im Vorjahr wurden im gleichen Zeitraum 14 Schulkinder verletzt.

Besonders gefährdet werden Kinder am Schulweg durch zu schnell fahrende und unaufmerksame Autofahrer. “In diesem Zusammenhang bereitet vor allem das zunehmende Telefonieren am Steuer große Sorgen. Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert reagiert ähnlich schlecht, wie ein mit 0,8 Promille alkoholisierter Autofahrer”, macht VCÖ-Experte Blum aufmerksam.

Der VCÖ appelliert daher an die Autofahrer zu Schulbeginn besonders aufmerksam und defensiv zu fahren. Tempolimits unbedingt einhalten und Finger weg vom Handy beim Autofahren. Der VCÖ fordert mehr Verkehrskontrollen und unterstützt dabei die Forderung des Österreichischen Gemeindebundes und Städtebundes, dass die Gemeinden wieder private Tempokontrollen durchführen dürfen.

Wie wichtig es ist, Tempolimits einzuhalten, zeigt folgendes Beispiel des VCÖ: Wer mit dem Auto 30 km/h fährt, hat einen 12 Meter langen Anhalteweg (Reaktionsweg 8 m, Bremsweg 4 m). Bei 50 km/h erhöht sich der Anhalteweg auf 26 Meter (Reaktionsweg 14 m, Bremsweg 12 m). Während bei Tempo 30 das Auto nach 14 Metern steht, hat ein Pkw bei Tempo 50 nach 14 Meter noch die volle Geschwindigkeit von 50 km/h. “Wird ein Kind mit 50 km/h angefahren, wird es schwerst wenn nicht sogar tödlich verletzt”, betont VCÖ-Experte Blum.

Eltern rät der VCÖ dringend davon ab, das Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen. Damit wird den Kindern die Möglichkeit auf Bewegung und auf soziale Kontakte zu anderen Schulkindern genommen und es steigen dadurch der Autoverkehr in der Schulumgebung und damit auch das Unfallrisiko. Für Eltern hat der VCÖ eine Checklist für den sicheren Schulweg erstellt, die es unter www.vcoe.at kostenlos gibt. Zusätzlich erhebt der VCÖ im Rahmen einer Umfrage, wie sicher Eltern den Schulweg ihres Kindes empfinden. An der Umfrage kann auch im Internet teilgenommen werden.

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