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Berchtold: Warten auf das Protokoll

Feldkirch -  Die Fertigstellung des Protokolls über die kontradiktorische Einvernahme in der Causa Berchtold brauchte zwei Wochen.

Am morgigen Mittwoch ist es zwei Wochen her, dass die kontradiktorische Vernehmung des mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers in der Affäre um Bürgermeister Wilfried Berchtold über die Bühne ging. Bei der kontradiktorischen Vernehmung wird das Opfer über Video aus einem anderen Raum zugespielt, um nicht mit dem Beschuldigten direkt aufeinanderzutreffen. Aus Kreisen der Staatsanwaltschaft hieß es gegenüber den VN, dass nach der kontradiktorischen Vernehmung rasch mit einer Entscheidung zu rechnen sei, ob die Ermittlungen eingestellt werden – oder Anklage gegen Bürgermeister Berchtold wegen des Verdachts der Vergewaltigung erhoben wird. Nur: bei der Staatsanwaltschaft wartete man bisher vergeblich auf das Protokoll der Vernehmung, also tat sich in den vergangenen 14 Tagen so gut wie nichts. Die VN fragten bei Gerichtspräsident Dr. Heinz Bildstein nach: „Das Protokoll war sehr umfangreich, war Ende letzter Woche noch zur Korrektur und ist seit Montagnachmittag auf dem Weg zur Staatsanwaltschaft.“

Enorme Länge

Bei kontradiktorischen Vernehmungen müssen Opfer nur einmal vor Gericht aussagen. So kann das Opfer beantragen, in einer möglichen Hauptverhandlung nicht noch einmal persönlich erscheinen zu müssen. Das bei solchen Vernehmungen angefertigte Protokoll (es gibt auch Videoaufzeichnungen) ist ein 1:1-Protokoll. Jedes gesprochene Wort wird im Gegensatz zu den sonst üblichen Resümee-Protokollen aufgenommen. „Dadurch ergibt sich die enorme Länge“, sagt ein Beteiligter, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch wird nun in Abstimmung mit der Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck in den nächsten Wochen entscheiden, ob die seit März geführten Ermittlungen gegen Wilfried Berchtold in einer Anklage münden, oder ob sie eingestellt werden. Wie in den VN berichtet, hat eine Feldkircher ÖVP-Stadtparteikollegin den Bürgermeister im März bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Vergewaltigung angezeigt. Die Tat soll bereits im Herbst 2009 erfolgt sein. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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