Beratung für trinkende Jugendliche

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Bregenz - Seit einem Jahr führt die Caritas Vorarlberg ein Projekt bei alkohol­missbrauchenden Jugendlichen durch. Durch eine Kooperation mit den Kran­kenhäusern erfolgt eine direkte Kontaktaufnahme mit alkoholisierten Jugend­lichen durch Caritas-Psychologen und Sozialarbeiter noch im Krankenhaus.

Im Zeitraum Mai 2007 bis Juni 2008 konnten so 65 Jugendliche kontaktiert werden, die aufgrund von Alkoholintoxikation stationär behandelt wurden. Mittlerweile ist die Zahl der Jugendlichen auf 76 angestiegen (Juli 2008).

Die Jugendlichen werden während ihres Krankenhausaufenthaltes von MitarbeiterInnen aus der Suchtberatung der Caritas kontaktiert. Es erfolgt eine Abklärung der Situation sowie gegebenenfalls weitere Beratungen. Auch für die Eltern der Jugendlichen besteht die Möglichkeit, mit den Fachpersonen ins Gespräch zu kommen.

„Normaler“ Umgang mit Alkohol „Unser Ziel ist es, dass die Jugendlichen über die Gefahren von exzessivem Alkoholkonsum aufgeklärt werden und sie zu einem risikoarmen, „normalen“ Konsum hinzuführen“, so Mag. Bernhard Gut, Projektleiter und Mitarbeiter vom Sozialmedizinischen Dienst der Caritas Vorarlberg. „Immerhin musste keiner der Jugendlichen, die wir im Spital beraten haben, ein zweites Mal wegen Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus eingeliefert werden“, zeigt sich Bernhard Gut erfreut.

Projekt in Zahlen:

65 Jugendliche wurden kontaktiert (Mai 2007 – Mai 2008). Davon waren knapp 70% männliche und 30% weibliche Jugendliche. Im Schnitt waren die Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren, Mädchen etwas jünger als Burschen. Die meisten Kontakte gab es über die Krankenhäuser Bregenz und Dornbirn mit insgesamt 56 Einsätzen. Der überwiegende Teil der Jugendlichen hat zuhause oder im Haus von Freunden getrunken, ca. ein Viertel der Jugendlichen konsumierte den Alkohol auf öffentlichen Veranstaltungen oder in der Gastronomie. Die meisten Einlieferungen (gut zwei Drittel) fanden zwischen Freitag und Sonntag statt, wobei der Samstag eindeutig überwiegt. Die gemessenen Promillewerte lagen im Bereich von 1,41‰ und 2,37‰, bei männlichen Jugendlichen etwas höher als bei weiblichen. Bei über zwei Drittel der Jugendlichen wurde eine weiterführende Beratung angeregt, über 85% der Jugendlichen und/oder deren Eltern nahmen diese Beratungen auch tatsächlich in Anspruch.

Quelle: Aussendung der Caritas Vorarlberg

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