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Über 800 Schlaganfallpatienten im Jahr

Schwarzach - Jedes Jahr erleiden über 800 Menschen in Vorarlberg einen Schlaganfall. Die Tendenz ist leicht steigend. Im Jahr 2007 waren es 862 Menschen. Bilder  Videos  

Trotz oder gerade wegen der hohen Anzahl an Schlaganfallpatienten in Vorarlberg ist die Rehakette für Menschen mit Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Verletzungen im Land beispielhaft. Als Initiator dieser integrierten Versorgung zwischen Akutkrankenhaus, stationärer sowie tagesklinischer und ambulanter Betreuung gilt die SMO.

Selbst bietet die SMO in ihren vier Ambulatorien in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz/Bürs ein umfangreiches tagesklinisches und ambulantes Angebot. Insgesamt 1.233 Menschen- davon 862 neue Klientinnen und Klienten- hat die SMO dort 2007 betreut.

Integriertes Behandlungskonzept

Die SMO ist aber bereits in die Akutversorgung der Patienten in den Vorarlberger Krankenhäuser involviert. “Eine enge Zusammenarbeit besteht seit Jahren insbesondere mit dem Schwerpunktkrankenhaus für Neurologie in Rankweil”, sagt SMO-Geschäftsführer Peter Girardi.

Viele Menschen mit Schlaganfällen können so nahtlos nach der Akutbehandlung gleich in die tagesklinische oder ambulante Versorgung der SMO wechseln, so Girardi. Aber nich jeder Erkrankte sei sofort nach der Akutbehandlung für eine tagesklinische oder ambulante Rehabilitation geeignet.

“Die Dauer, die ein Patient nach einem Schlaganfall auf den internen Abteilungen der regionalen Akutkrankenhäuser bleibt, beträgt derzeit im Schnitt sechs bis zehn Tage” , schildert Stefan Koppi vom Krankenhaus für Neurologie in Rankweil den Ablauf der Behandlung bei Schlaganfällen. Im Anschluss wird der Patient meist auf die neurologische Nachsorgestation im Haus verlegt, wo er rund 27 Tage lang weiterversorgt wird. “Erst dann wird eine stationäre beziehungsweise tagesklinische oder ambulante Rehabilitationsmaßnahme empfohlen”, so Koppi.

Erfolgskonzept: Wohnortnahe Versorgung

Das SMO-Prinzip “Soviel ambulante Betreuung wie möglich” bietet mehrere Vorteile. “Vor allem die wohnortnahe Versorgung spielt im Genesungsprozess eine wichtige Rolle”, sagt Koppi. Die betroffenen Menschen würden in ihrem gewohnten Umfeld bleiben und könnten gleich nach dem Krankenhausaufenthalt wieder am sozialen Leben teilnehmen.

Auch eine schrittweise Wiedereingliederung ins Berufsleben sei leichter zu bewerkstelligen. “Bezüge wie Familie, Freunde und Beruf geben im Rehaprozess Halt, Geborgenheit und Sicherheit. Das wiederum trägt deutlich zu einer ganzheitlichen und auch rascheren Genesung bei”, weiß SMO- Geschäftsführer Girardi.

Interview mit Peter Girardi

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