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"Beproben" von Schwänen im Rheindelta

Schwarzach - Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr wurden zahlreiche Höckerschwäne rund um den Bodensee auf das Vorhandensein von Viren und Antikörper der Aviären Influenza (Vogelgrippe) untersucht. "Beprobung" von Schwänen 

Zusammen mit Deutschland und Österreich hat die Schweiz vor einigen Jahren das internationale Forschungsprojekt „Constanze“ rund um den Bodensee gestartet. Ziel des Projektes ist, die Vogelgrippe und ihre Ausbreitungsmechanismen besser zu verstehen. Während drei Jahren wollen die Forschenden des Projektes Antworten auf noch offene Fragen finden.

„Schwanenfang“ im Rheindelta

Auf österreichischem Boden wurden am gestrigen Montag insgesamt 47 Schwäne „beprobt“. Die Tiere wurden mit Hilfe von Booten zusammengetrieben oder auch mit Futter an das Ufer gelockt. Weiters erfolgte eine Beringung der Tiere, um später eine genaue Identifikation zu gewährleisten. Nach einer allgemeinen Untersuchung des Gesundheitszustandes der Schwäne wurde den Tieren Blut abgenommen, weiters Tupferproben aus dem Rachenraum und der Kloake entnommen. Anschließend wurden die Tiere wieder an ihrem Aufenthaltsort frei gelassen. Die Proben werden nun am österreichischen Referenzlabor der AGES, / österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH untersucht werden, die Ergebnisse der umfangreichen Untersuchungen werden in wenigen Wochen eintreffen. Mit diesem Screening soll Aufschluss über den aktuellen Gesundheitsstatus der Wildvögel des Bodensees gegeben werden.

„Dreiländer-Team“

Wie auch in den Vorjahren hat sich das eingespielte Team aus Ornithologen und Veterinären der drei Länder Österreich, Deutschland und Schweiz zusammengesetzt. Die „Beprobungen“ in Österreich sind mit dem gestrigen Montag abgeschlossen, in Deutschland und auch in der Schweiz wird noch die ganze Woche „beprobt“.

Kein Fall von aviärer Influenza

Im ganzen Jahr konnte bisher kein Fall von HPAI (= hochpathogene aviäre Influenza) am Bodensee festgestellt werden. Das Projekt Constanze wird nach dreijähriger Laufzeit im Jahr 2009 auslaufen, eine Weiterführung der Untersuchungen wird aber auf jeden Fall beigehalten. Folgeprojekte mit spezifischen Fragestellungen werden von Wissenschaftern der partizipierenden Institutionen der drei Länder auch weiterhin durchgeführt.

Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Veterinärangelegenheiten Vorarlberg

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