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Benedikts Plädoyer für eine Sonntagskultur

Papst Benedikt XVI. hat beim Sonntagsgottesdienst im Wiener Stephansdom am dritten und letzten Tag seines Österreichbesuchs ein Plädoyer für eine christlich geprägte Sonntagskultur gehalten.  

Der Sonntag habe sich in den westlichen Gesellschaften zu einem bloßen Wochenende gewandelt. Oft fehle dieser „freien Zeit“ die „innere Mitte“, die Begegnung mit Gott.

Der Sonntag sei notwendig, um “über das Getriebe des Alltages hinausschauen“ zu können. Der Mensch brauche „Oasen der selbstlosen Liebe in einer Welt …, in der so oft nur Macht und Geld zu zählen scheinen“. Weiters kritisierte der Papst in seiner Predigt „die rastlose Gier nach Leben, die die Menschen heute umtreibt“. Diese ende „in der Öde des verlorenen Lebens“.

Benedikt unterstrich, dass der Sonntag auch eine spirituelle Dimension brauche: „Ohne den Herrn und ohne den Tag, der ihm gehört, gerät das Lebens nicht. Der Sonntag hat sich in unseren westlichen Gesellschaften gewandelt zum Wochenende, zur freien Zeit. Die freie Zeit ist gerade in der Hetze der modernen Welt gewiss etwas Schönes und Notwendiges. Aber wenn die freie Zeit nicht eine innere Mitte hat, von der Orientierung fürs Ganze ausgeht, dann wird sie schließlich zur leeren Zeit, die uns nicht stärkt und aufhilft.“

Der Sonntag soll auch als „erster Tag der Woche“ als „Tag des Schöpfungsmorgens“ gesehen werden, als „der Tag, an dem Gott sprach: ’Es werde Licht’.“ Der Papst wörtlich: „In einer Zeit, in der die Schöpfung durch unser Menschenwerk gefährdet scheint, sollten wir gerade auch diese Dimension des Sonntags bewusst aufnehmen.“

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