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Benedikt XVI. verliest "Vermächtnis"

Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag bei einem Gemeindebesuch in Rom eine Botschaft der Liebe und der Hoffnung verlesen, die er als Vermächtnis seines verstorbenen Vorgängers bezeichnete.

Johannes Paul II. habe den Text am 3. April vergangenen Jahres verlesen wollen, doch starb er in der Nacht zuvor. „Der Menschheit, die manchmal verloren und beherrscht von der Macht des Bösen und des Eigennutzes und der Angst scheint, bietet der wiederauferstandene Herr das Geschenk seiner Liebe, die vergibt, versöhnt und die Seele der Hoffnung öffnet. Es ist eine Liebe, die Herzen ändert und Frieden bringt“, verlas der Papst aus dem Text.

Am Samstag feierte Benedikt auf dem Petersplatz in Rom vor mehreren zehntausend Gläubigen eine Messe mit den 15 neu ernannten Kardinälen. Er überreichte den Würdenträgern jeweils einen goldenen Ring, in den ein Kreuz und Benedikts päpstliches Siegel eingraviert sind, als Zeichen für ihre Treue zur katholischen Kirche. Der Kardinalsring solle für die Erneuerung ihres Gelöbnisses gegenüber Jesus Christus und der Kirche stehen, sagte der Papst. Die Geistlichen waren am Freitag in den Kardinalsrang erhoben worden.

Familienmitglieder, Freunde und weitere Gläubige schwenkten auf dem Petersplatz Fahnen der Heimatländer der neuen Kardinäle. Unter den neuen Würdenträgern sind der Bischof von Hongkong, Joseph Zen, ein offener Kritiker Chinas, Erzbischof Stanislaw Dziwisz, der langjährige Privatsekretär des verstorbenen Papstes Johannes Paul II., und Erzbischof William Levada, der Papst Benedikts frühere Aufgabe als Präfekt der Katholischen Glaubenskongregation übernommen hat. Auch drei Asiaten wurden in den Kardinalsrang erhoben. Mit den Neuaufnahmen hat sich die Zahl der Kardinäle auf 193 erhöht. 120 von ihnen sind unter 80 Jahre alt und damit in einem Konklave zur Wahl eines neuen Papstes berechtigt.

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