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Bender: "Ich musste viel lernen"

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Manfred Bender machte im "VN"-Interview eine erste Bestandsaufnahme seiner Tätigkeit als Trainer des SCRn Altach sowie zum Abschneiden seiner Mannschaft.

VN: Sie sind nun drei Monate im Amt, das erste Meisterschaftsviertel ist vorbei – wie sieht die persönliche Bilanz des Trainers aus?
Bender: “. . . dass ich noch nie so viel verloren habe in meinem Fußballerleben wie in Altach. Ehrlich, ich hatte mir den Job einfacher vorgestellt.”

VN: Inwiefern?
Bender: “Ich dachte, dass ich eine Bundesliga-Mannschaft vorfinde, die intakt, die topfit ist – weil ja sportlich der Klassenerhalt geschafft wurde. Vier Wochen Vorbereitung sind an und für sich schon knapp. Wenn man dann nur an der Kondition und an der Kraft arbeiten und schauen muss, dass das Gefüge stimmt, läuft einem die Zeit davon. Jetzt haben wir ein Team, das mithalten kann, jetzt passt die Hierarchie.”

VN: Und die rein sportliche Bilanz?
Bender: “Wir waren nur zweimal, in Salzburg und in Graz, die schlechtere Mannschaft.”

VN: Wie erklären Sie sich die eklatanten Schwankungen im Spiel?
Bender: “Altach ist nicht Salzburg. Der Red-Bull-Kader hat ein ganz anderes Niveau, die haben 36 Spieler, die eine Saison ohne Schwankungen spielen können. Sie haben auch das Budget dazu. Aber wir dürfen auch stolz sein und sagen: Wir wurden von den Schieris verpfiffen, wir haben Verletzte – aber wir haben vier Punkte mehr als Innsbruck.”

VN: Gibt es etwas, das Sie aus heutiger Sicht anders machen würden?
Bender: “Ich würde nicht mehr Waschlappen, sondern Schülermannschaft sagen. Das ist in Österreich erlaubt, zumindest bei Trappatoni und Schachner. Ich wollte damals meinen Spielern kein Alibi geben. Nur zu sagen, in Salzburg kann man verlieren, ist zu einfach.”

VN: Und wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Mannschaft?
Bender: “Sehr zufrieden, auch darüber wie sich Altach in Österreich präsentiert. Zuletzt nach dem Spiel bei der Austria hat der Hauptsponsor angerufen und uns für die Performance gratuliert. Die Einstellung der Spieler stimmt total, vielleicht sind wir etwas zu brav.”

VN: Was würden Sie sich da wünschen?
Bender: “Dass im Training mehr los ist. Ich will sehen, da sind Spieler, die wollen gewinnen. So wie am Donnerstag, als es so richtig krachte. Da waren Emotionen am Platz, war richtig was los. Nur wer im Training den Druck gewohnt wird, der kann ihn auch im Spiel aushalten.”

VN: Haben Sie Ihren Schritt schon einmal bereut?
Bender: “Nein, Altach als erste Profistation ist perfekt. Da bist du als Trainer gefordert, weil du einfach alles machen musst. Es macht Spaß mit den Jungs und so lerne ich den Job von der Pike auf. Ich kann hier lernen, aber auch sehr gut meine Ideen umsetzen.”

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