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Beleuchtungskonzept der Stadt Hohenems setzt neue Maßstäbe

Die Projektverantwortlichen Alexander Lerch (GIS-Abteilung) und Andreas Mathis (Werkhof)
Die Projektverantwortlichen Alexander Lerch (GIS-Abteilung) und Andreas Mathis (Werkhof) ©Stadt Hohenems
Das Beleuchtungskonzept der Stadt Hohenems für den öffentlichen Raum vereint Fragen der Verkehrssicherheit, Energieeffizienz und auch des Naturschutzes. Fast 50 % der Energiekosten konnten reduziert werden.

Bereits seit mehreren Jahren arbeitet die Stadt daran, sämtliche Straßenlaternen auf energieeffiziente LED-Lampen umzurüsten. Heuer noch wird beispielswiese der Radweg Klienstraße auf LED umgestellt. Um hier einerseits die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer bei Dunkelheit zu gewährleisten und gleichzeitig die Tierwelt zu schonen, wurde wie bereits im Bereich des Oberen Stockenwegs ein innovatives Beleuchtungskonzept gewählt: Erst wenn sich Personen den insgesamt zehn jeweils in 5,5 Meter Höhe platzierten LED-Leuchten nähern, werden diese schrittweise über die Distanz des Weges hochgedimmt – und gehen nach einer Minute wieder aus. Um „Lichtverschmutzung“ zu vermeiden, beschränkt sich die engstrahlende Beleuchtung mit 3.000 Kelvin fast exakt auf den drei Meter breiten Weg selbst und schont so die tierischen Wiesenbewohner.

Bürgermeister Dieter Egger zeigt sich vom System überzeugt: „Diese Art der Beleuchtung nimmt auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ebenso Bedacht wie auf Fragen des Umweltschutzes und der Energieeffizienz. Wir sind sicher, dass sich das System bewährt und beispielsweise auch beim weiteren Ausbau des Hohenemser Radwegenetzes Anwendung findet.“

Deutliches Sparpotential genutzt

Auch auf der Landesstraße L47 (Rudolf-von-Ems-Straße) wird heuer fleißig erneuert. In Kooperation mit dem Land werden hier 35 neue Lampen angebracht. Die Kosten werden zu 50 % vom Land getragen. Bislang verbrauchen die Lampen an der L47 17.500 kWh. Bei den neuen Leuchten wird mit einem Energieverbrauch von 9.100 kWh gerechnet. Das entspricht einer Einsparung von 8.500 kWh pro Jahr, was wiederum 48 % weniger Energieverbrauch verursacht.

Rund 50 % Kostensenkung

Darüber hinaus werden in Hohenems heuer auch die letzten sechs Verteilerkästen ausgetauscht, womit dann alle 62 in der Stadt angebrachten Verteiler auf Dämmerungsschalter und Zeitschaltuhr umgestellt sein werden und somit auf dem modernsten Stand sind.

Der Stromverbrauch beträgt rund 592.000 kWh pro Jahr, was Kosten von etwa 80.000 Euro verursacht. Vor der Umstellung lag der Stromverbrauch bei über einer Million kWh.

Vorteile LED

Die Vorteiler der Umstellung auf LED-Leuchten liegen auf der Hand:

· Hohe Energieeinsparung – vor allem auch durch Bewegungsmelder
· Geringer Wartungsaufwand
· Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden (etwa 25 Jahre)
· 10 Jahre Garantie auf jede Lampe
· Weniger Lichtverschmutzung à insekten- und tierfreundlicher

Umgestaltung Kirchplatz

Im Zuge der Umgestaltung des Kirchplatzes St. Karl, der noch dieses Jahr erfolgen soll, werden sieben Parkleuchten installiert, die bereits in der gesamten Innenstadt zu finden sind. Zudem werden das Erdkabel erneuert und fünf neue Leuchten situiert, damit die Ausleuchtung Richtung Friedhof stimmt.

Finale Phase

Die Stadt hat in den letzten Jahren bereits rund 1.400 Leuchten auf LED umgestellt. Es fehlen noch die Stadtteile Reute (Etappe 8) und Klien (Etappe 9). Dabei werden weitere 160 Lampen erneuert.

In einem weiteren Schritt wird sich die Stadt dann auch der Radwegebeleuchtung annehmen, insbesondere im Schwefel entlang der L190, in der Diepoldsauer Straße (L46), der hinteren Radetzkystraße parallel zur Bahn und entlang der Schillerallee.

Bis zum Abschluss des Projekts werden etwa 2.000 Lampen auf LED umgerüstet sein.

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