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Bekenntnis zur Kunst gefordert

Nicht nur Geschäftsführer Ulrich Gabriel, sondern auch weitere Mitglieder des Leitungsgremiums des Dornbirner Spielbodens, der größten Kulturinitiative des Landes, traten nun mit massiven Forderungen an die Öffentlichkeit.

Auslöser des Auftritts (an dem auch Kulturamtsleiter Roland Jörg als Vertreter der Stadt Dornbirn teilnahm) war – wie berichtet – eine Subventionsstreichung des Bundes.

Obwohl der zuständige Beirat die Mitfinanzierung einer baulichen Erweiterung am Spielboden in der Höhe von 60.000 Euro empfahl, reagierte der Bund Monate später mit einer kommentarlosen Absage. Genau genommen erklärte man, dafür nicht zuständig zu sein. Ulrich Gabriel zitierte minutiös die Stationen des Ansuchens bzw. der „Bittstellergänge“ und belegte damit, dass das Land (ein weiterer Geldgeber neben der Stadt Dornbirn, die auch Bauherr ist) von der Absage des Bundes bereits seit längerer Zeit unterrichtet war.

Landesrat kritisiert
Dieses Vorgehen widerspreche einer transparenten Subventionsvergabe und sei, so Gabriel, einer Demokratie nicht würdig. Die Vorwürfe richtete Gabriel vor allem an Kulturlandesrat Bischof.

Der Spielbodenchef wünscht weitere, offene Gespräche und geht davon aus, dass die Eröffnung des Erweiterungstrakts am Spielboden zum vorgesehenen Termin Ende Februar 2005 erfolgt. Im Gespräch mit den „VN“ kündigte Landesrat Bischof Gespräche an.

Die Spielbodenleitung verwies darauf, dass die Kultur-initiative ein prosperierendes Unternehmen sei, forderte ein Bekenntnis zur Kunst und eine ebenso professionelle Behandlung wie man sie etwa den Bregenzer Festspielen angedeihen lässt.

IG Kultur sieht Ungeheuerlichkeit
Sehr verärgert reagiert die IG Kultur Österreich gemeinsam mit der IG Kultur Vorarlberg auf die Nachricht, dass dem Spielboden dringend benötigte Investitionsmittel völlig unerwartet verweigert werden.

„Es ist ungeheuerlich, was den Kulturorganisationen zugemutet wird“, erklärt IG Kultur-Vorsitzender Bernhard Amann. „Während Museumsfürsten wie Wilfried Seipel trotz der schwersten Vorwürfe des Rechnungshofes die volle Rückendeckung der schwarz-blauen Bundesrergierung erhalten, werden unsere Initiativen einer Planungsunsicherheit ausgesetzt, die enorme Schäden nach sich zieht,“, so Amann abschließend.

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