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Beim Spiel die Welt ergründen

©Neue/Klaus Hartinger
Die Pädagogin Susanne Jegge Rhomberg (50) zur Bedeutung des Spielens und den spielerischen Aspekt im Alltag.

Das Motto des heutigen Weltspieltages lautet: „Spiel! Platz ist überall!“ Gibt es heutzutage genügend „Spielraum“?

Susanne Jegge Rhomberg: Gedanken- oder Wortspiele, brauchen natürlich keinen bestimmten Raum. Für Bewegungs- oder Erfahrungsspiele ist im Alltag nicht so viel Platz. Spielflächen werden weniger und ähneln sich immer mehr. In Vorarlberg gibt es zum Glück noch viele Möglichkeiten, wo Kinder in der Natur spielen können.

Erhält das Spielen im Alltag den Platz, den es verdient?

Jegge Rhomberg: Nach Meinung vieler Erwachsener schließen sich Spiel und Arbeit aus. Dabei ist Spielen eine Art lustvoller Arbeit, ein Erschaffen, Erproben, Entfalten. Dabei wird auch etwas geleistet. Eine strikte Teilung von Freizeit und Arbeit ist mir zu eng gefasst. Schiller etwa sagt sinngemäß: Der Mensch ist nur dort ganz Mensch, wo er spielt. Es ist wichtig, dass dem Spiel Raum gegeben wird, auch zeitlich.

Passt das mit einem möglichst effizient geplanten Tagesablauf zusammen?

Jegge Rhomberg: Ich will nicht sagen, dass genaue Planung schlecht ist. Wenn jede Sekunde eingeteilt ist, hat das aber auch gewisse Folgen: weniger Kreativität und Eigenleistung, weniger Langeweile, aus der Neues entstehen kann, weniger Auseinandersetzung mit sich selbst.

Man sollte Pläne also manchmal über den Haufen werfen?

Jegge Rhomberg: Es ist immer schwierig zu sagen, was „man“ tun sollte. Ich habe aber gute Erfahrungen damit gemacht. Ich habe meine Söhne zum Beispiel nie dazu gedrängt, ein Instrument zu lernen oder in einen Sportverein zu gehen. Wenn sie einfach „nur“ gespielt haben, war das ebenso wertvoll.

Das vollständige Interview lesen Sie heute in der Neue am Sonntag

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