Bei "Wet-Shirt-Contest" schwer verletzt

Ein "schlüpfriger" Diskowettbewerb wurde einem 21-jährigen Bregenzer zum Verhängnis. Jetzt musste sich sogar das Gericht mit dem "Ausrutscher" des Mannes beschäftigen.

Es herrschten noch lange keine sommerlichen Temperaturen als im März vergangenen Jahres zahlreiche Mädchen unter Beifall um den Titel der “Miss-Wet-Shirt” kämpften.

Die bekannte Disco im Raum Bregenz, die den Wettbewerb arrangiert hatte, legte heiße Rythmen auf und jeweils zwei Bewerberinnen tanzten hinter gläsernen Duschkabinen unter laufendem Wasser. Je nach Gefallen des Publikums erhielten die nassen Schönheiten einen Geldbetrag und waren die Stars des Abends.

Nach dem Duschauftritt traten die Mädchen vor das Publikum, wo bereits ein Abtrockner auf sie wartete. Während die wagemutigen Teilnehmerinnen durch den Hinterausgang den Raum verließen, tanzte das Publikum auf der allgemeinen Tanzfläche ausgelassen weiter. Da die Mädchen triefend nass aus ihren Kabinen gestiegen waren, lief das Tropfwasser auch auf die Tanzfläche. Hilfspersonal putzte und schrubbte zwar eifrig, um dem Publikum trockenen Boden unter den Füßen zu verschaffen. Etwas Wasser blieb dennoch auf den hellen Bodenfliesen zurück. Für die tanzende Menge was dies bei der üblichen Discobeleuchtung kaum zu erkennen.

Der nasse Boden wurde einem 21-jährigen Discobesucher zum Verhängnis. Blitzartig zog es ihm die Beine weg und er fiel direkt aufs Gesicht. Er musste ins Krankenhaus. Bilanz des nächtlichen Vergnügens: eine Rissquetschwunde am Kinn, zwei gelockerte Zähne, zehn Tage schwere, 28 Tage leichte Schmerzen.

Anwalt Matthias Kucera konnte für seinen Mandanten einen Schadenersatzbetrag von 5850 Euro erkämpfen. Schuld an dem Ausrutscher sei aber der Kläger zu einem Drittel selbst, so beide Instanzen. “Ihm hätte bewusst sein müssen, dass der Boden nass war”, heißt es in der Begründung.

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