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Bei Überfall "nicht den Helden spielen"

Bregenz - Widerstand gegen einen Räuber? Davon ist in den meisten Fällen dringend abzuraten.
SOKO Raub jagt Serienräuber
Täter droht mit Messer
Auenzeuge Walter berichtet
Bilder des Täters
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Eine Serie an Überfällen auf Tankstellen, Banken, Postfilialen hält Vorarlberg derzeit in Atem. Dafür wurde am Landespolizeikommando eine Sonderkommission eingerichtet. Sie soll die Täter dingfest machen. Was aber tun, wenn man als Geschäftsinhaber, Schalterbeamter, Pächter oder Tankstellen­betreiber überfallen wird? Sollen Betroffene womöglich Widerstand leisten, so wie es ein Trafikant in Wien tat, der den Räuber erschoss?

Verhältnismäßigkeit

„Grundsätzlich gilt, dass Überfallene den Forderungen des Täters nachkommen und anschließend sofort die Polizei verständigen“, macht Siegbert Denz, stellvertretender Landespolizeikommandant, klar. Wenn es allerdings zu Notwehr – bzw. Nothilfeaktionen kommen sollte, ist das ein heikleres Thema. Vom Gesetz her sind solche erlaubt, dürfen einen bestimmten Rahmen jedoch nicht überschreiten. „Nicht rechtswidrig handelt, wer sich nur der Verteidigung bedient, die notwendig ist, um einen gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden rechtswidrigen Angriff auf Leben, Gesundheit, körperliche Unversehrtheit, Freiheit oder Vermögen von sich oder einem anderen abzuwehren“, heißt es einleitend im Strafgesetzbuch § 3, Absatz eins. „Das heißt, es dürfen keine Maßnahmen gesetzt werden, die nicht in Relation zur Bedrohung stehen“, präzisiert Denz.

Nicht Held spielen

Wer etwa nach einer bereits abgewendeten Gefahr einem Täter körperlichen Schaden zuführt, macht sich strafbar. „Gerechtfertigte Notwehr ist okay, ein Notfallexzess nicht“, so Denz. Auch der Leiter der Gruppe „Leib und Leben“, Norbert Schwendinger, rät Überfallsopfern ab, „Held spielen zu wollen. Es muss sich jeder bewusst sein, dass das Leben immer einen größeren Stellenwert hat als Materielles.“ Man solle auch nicht lange spekulieren, ob ein Räuber nur mit einer echten oder unechten Pistole droht und davon sein Verhalten abhängig machen. „Eine Atrappe können auch Spezialisten kaum von einer echten Waffe unterscheiden“, warnt Schwendinger. Der allerdings auch weiß, „dass überfallene Personen im Affekt kaum zu mutigen Aktionen imstande sind“.

Unbewaffnet

Waffen befinden sich in den Schubladen heimischer Geschäfte kaum. „Es gibt ganz wenige Geschäftsinhaber, die Waffen in ihren Läden haben“, weiß Claudia Feuerstein von der Polizeiabteilung der Bezirkshauptmannschaft in Dornbirn. Und selbst nach der Überfallsserie sei keine Steigerung von Anträgen auf Waffenbesitzkarten bzw. Waffenpässe zu registrieren.

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