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Behinderten-Aktivist Holzer wieder zurück in Vorarlberg

Feldkirch -Der Vorarlberger Behinderten-Aktivist Hans-Jürgen Holzer ist am Montag zum Abschluss seiner Protestfahrt in seinem Wohnort Feldkirch angekommen. Holzer hatte sich Anfang Mai mit einem 10 km/h-Elektromobil nach Wien aufgemacht, um auf die Pensionsproblematik von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen.
Interview mit Holzer
Hans-Jürgen Holzer

Höhepunkt der Fahrt war ein Gespräch mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S). “Die Reise hat sich gelohnt”, freute sich Holzer bei seiner Rückkehr nach Vorarlberg.

Sowohl für die Strecke nach Wien als auch für den Nachhauseweg hat Holzer jeweils 16 Tage gebraucht. “Das ist reif für das Guinness-Buch der Rekorde”, zeigte sich der selbst behinderte Holzer stolz auf seine Leistung. Er habe alle jene, die ihm die anstrengende Reise nicht zugetraut hatten, eines Besseren belehrt, freute sich der Aktivist.

Der 56-jährige Holzer hatte auf seinem Weg nach Wien mit allerlei Widrigkeiten zu kämpfen, in Salzburg wurde die Batterie seines Elektromobils durch einen Blitzschlag zerstört. Er musste erst auf ein Ersatzmobil warten, um seine Protestfahrt fortsetzen zu können. Nach dem Treffen mit Hundstorfer in der Bundeshauptstadt fuhr er über das Burgenland, die Steiermark, Kärnten, Osttirol und Tirol nach Vorarlberg zurück. Nach eigenen Angaben hat er dabei weit über 2.000 Kilometer zurückgelegt.

Insgesamt traf sich Holzer während seiner Protestfahrt mit 25 Personen zu Gesprächen über die Pensionsproblematik, manche Termine fielen ins Wasser. “Sehr viele Leute wissen nur wenig von der Sache, und es interessiert sie auch nicht”, zeigte sich Holzer ernüchtert. Derzeit stünden 45.000 Behinderte ohne Pensionsanspruch da und seien weder sozial- noch unfallversichert. Angetan war der 56-Jährige aber vom Gespräch mit dem Sozialminister: “Wir werden sehen, inwieweit die Versprechen eingehalten werden. Ich werde am Ball bleiben”, versprach Holzer, der nach seiner Protestfahrt noch weitere Projekte im Kopf hat.

“Summa summarum war die Fahrt ein Erfolg für die Behinderten”, betonte der 56-Jährige. Er war allerdings auch froh, wieder zu Hause zu sein. Zeitweise sei er sich doch ein wenig verloren vorgekommen, gestand Holzer, der erkennen musste, dass Hilfsbereitschaft nicht überall selbstverständlich war. “Jetzt, da mir in Vorarlberg viele Leute Anerkennung zollen, fühle ich mich wieder zu Hause”, so Holzer, der sich sehr für jegliche Unterstützung auf der Fahrt bedankte.

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