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Behandlungsfehler im Spital: 44-jährige Patientin gestorben

Die Hirnblutung der Patientin blieb zu lange unentdeckt.
Die Hirnblutung der Patientin blieb zu lange unentdeckt. ©Bilderbox (Symbolbilder)
Verantwortliche des Landeskrankenhauses haften für falsche Diagnose: Familie klagt auf Schadenersatz.

Wegen eines ärztlichen Behandlungsfehlers ist die 44-jährige Vorarlbergerin vor sieben Jahren an einer Hirnblutung gestorben. Zehn Tage vor ihrem Tod war behandelnden Ärzten in einem Vorarlberger Landeskrankenhaus eine Fehldiagnose unterlaufen, stellten die Zuständigen des Obersten Gerichtshofs (OGH) fest. Spitalsärzte meinten, die über stechende Kopfschmerzen und starke Übelkeit klagende Patientin habe nur eine Migräne.

So blieb die Hirnblutung der verheirateten Mutter von zwei Kindern unentdeckt und unbehandelt. Zehn Tage nach der falschen Diagnose starb die 44-jährige Patientin an einer neuerlichen Hirnblutung.

Keine CT

Die zuständigen Ärzte im Krankenhaus hatten der Patientin nach der unzureichenden Untersuchung ohne Computertomografie vorgeschlagen, nach Hause zu gehen oder die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus zu verbringen. Die Frau war daraufhin nach Hause gegangen.

Der Ehemann der verstorbenen Frau und deren zwei Kinder führen am Landesgericht Feldkirch drei anhängige Schadenersatzprozesse gegen die Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft, die die Landeskrankenhäuser verwaltet. Die drei anwaltlich von Christian Schlechl von der Kanzlei Franz Josef Giesinger vertretenen Kläger fordern lediglich Haushaltsentschädigungen für den Verlust der Hausfrau und die Feststellung der Haftung für allfällige zukünftige Schäden.

Angehörige befragt

Gestern wurde unter dem Vorsitz von Richterin Marlene Ender die Verhandlung fortgesetzt, in der der Witwer als Kläger 47.000 Euro begehrt. Er und seine beiden erwachsenen Kinder sagten am Mittwoch vor Gericht, die Gattin und Mutter habe die Haushaltsarbeit im Einfamilenhaus beinahe allein erledigt.

Die beklagte Krankenhausbetriebsgesellschaft macht den Hausarzt der Frau wegen unterlassener Untersuchungen mitverantwortlich für den Tod der Patientin und hat angekündigt, an ihn Regressforderungen zu stellen.

 

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