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Begegnung unter Palmen

Emad Aldlol (re) mit seiner Familie.
Emad Aldlol (re) mit seiner Familie. ©Edith Rhomberg
 Kaplan Bonetti öffnet das moderne Wohnhaus und lädt die Bevölkerung zum Dialog ein.
Kaplan Bonetti und Ausstellung Gernot Bösch

 

Dornbirn. Es sind nicht irgendwelche Palmen, die der Künstler Gernot Bösch in den einst nüchternen Raum gesetzt und damit der Kantine ein neues Gesicht gegeben hat. Es sind solche, für die sein Mitarbeiter bei Kaplan Bonetti Arbeitsprojekte 4.000 Stück Kantenschutz – ein Abfallmaterial aus Karton – mit 20.000 exakten Schnitten in Teile zersägt hat. „Es sind Palmen, die mich an meine Heimat Syrien erinnern, an meinen Garten und an die historische Stadt Palmyra“, so Emad Aldlol, der die einführenden Worte zur Ausstellung „Wer is(s)t nicht gerne unter Plamen“ sprach.

Geschäftsführerin Cornelia Matt lud am 14. Juli zur Eröffnung in die Kantine und den Garten mit Festzelt ein. Die Benefizveranstaltung bot mit dem Jazz-Brunch einen weiteren Höhepunkt. Die Gäste waren begeistert, sowohl vom Jazz, mitreißend gespielt und gesungen von den Bauernfängern, als auch vom Brunch, großartig gekocht und aufgetischt von Küchenchef Werner Aschbacher und seinem Team. Spontane Anfragen für das Catering blieben bei dieser Fülle an feinen Sachen nicht aus.

Ein Leben mit Kaplan Bonetti und danach

Was ist aus dem früheren Haus der jungen Arbeiter geworden? Dazu sagte Bürgermeisterin Andrea Kaufmann: „Vor 15 Jahren wäre es unmöglich gewesen, hier so ein Fest zu feiern, und jetzt ist es ein Ort der Begegnung geworden.“ „Im Jahr 2018 sind 411 Menschen zu uns gekommen, um nicht auf der Straße zu sein“, erzählte Bohuslav Bereta, Geschäftsführerin–Stellvertreter und Bereichsleiter Wohnprojekte. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die es schwer haben“, sagte er, und augenzwinkernd fügte er hinzu: „Manchmal machen sie es auch uns schwer.“ Einhundert Menschen finden hier vorübergehend eine Wohnmöglichkeit mit dem Ziel, ihre Eigenständigkeit wieder zu erlangen. Mut für ein Leben danach erhalten die Menschen von der Kaplan Bonetti Sozialarbeit und Beratungsstelle, die auch bei drohender Delogierung hilft. „Im Jahr 2018 wurden von uns 1.346 Haushalte beraten oder betreut“, lautete eine der Informationen von Siegfried Matt, Stv. Leiter und Sozialarbeiter.

Harald Panzenböck, Bereichsleiter Kaplan Bonetti Arbeitsprojekte, richtete einen dringenden Wunsch an die Politik: „Arbeitsfähige Menschen brauchen einen zweiten Arbeitsmarkt.“ Landesrat Johannes Rauch, der selbst während 20 Jahren Sozialarbeiter war, kennt die Nöte der Menschen und stellt fest, dass sich das soziale Klima abkühlt, während der Klimawandel die Erderwärmung vorantreibt. Bürgermeisterin Kaufmann attestierte er, dass die Stadt rund um den Bahnhof eine Arbeit mit Augenmaß verrichtet. Er schloss mit dem Wunsch, Dornbirn möge die Menschlichkeit wahren, es stehe der Stadt ausgezeichnet zu Gesicht.

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