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"Bedarf wird gedeckt"

Bregenz – Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) ist empört: Kinderbetreuungseinrichtungen seien – vor allem im Sommer – viel zu lange zu. Heinisch-Hosek stützt sich auf eine Veröffentlichung der „Statistik Austria“: Im Bundesschnitt gibt es demnach 30,8 Schließtage.
Schliesstage von Kinderbetreuungseinrichtungen
Angaben zu Schließtagen von Kindertagesheimen 2010

Vorarlberg liegt mit 51,5 weit darüber. Wobei hierzulande allein 33,9 Tage auf die Sommerferien entfallen; der Statistik zufolge sind die Horte und Kindergärten also fast sieben Wochen geschlossen. Für die Eltern wäre das tatsächlich ein Problem. Heinisch-Hosek sieht sich prompt gefordert: „Mir schwebt vor, dass alle Kinder, vom Bodensee bis zum Neusiedlersee, die gleichen Bedingungen vorfinden. Mir schweben maximal zwei Wochen Ferienzeiten vor“, sagte sie gestern in einer „Exklusivgeschichte für das ORF-Radio – und lieferte gleich ein paar Vorschläge: Gemeinden sollten etwa zusammenarbeiten und in den Ferienzeiten sogenannte „Sammelkindergärten“ anbieten.

 

Konter der Landesrätin

„Die Frau Ministerin ist offensichtlich nicht informiert über die Situation in den Ländern“, konterte die zuständige Landesrätin Greti Schmid (ÖVP): „In der Kleinkindbetreuung sind in Vorarlberg viele Einrichtungen ganzjährig geöffnet. Der Rest ist zwischen einer und drei Wochen geschlossen, ganz selten sind es vier.“ Außerdem setze man auf Bedarfserhebungen und Gemeindekooperationen. Sollten Eltern keinen Platz finden, könnten sich Eltern an den „Family Point“ im Landhaus wenden: „Der Bedarfwirdgedeckt“. Man bemühe sich immer um eine Lösung, so Schmid: „Wenn man berufstätig ist, können schließlich auch zwei Wochen Ferien zu lang sein.“

 

Statistik erfasst nicht alles

Die Statistik, auf die sich Heinisch-Hosek stützt, ist freilich verzerrt. So werden für die Steiermark noch mehr „Schließtage“ von Kinderbetreuungseinrichtungen ausgewiesen (56,4). In einer Fußnote wird allerdings darauf hingewiesen, dass es Ersatz für geschlossene Einrichtungen gebe; im Sommer 2010 seien dort immerhin 9334 Kinder betreut worden. VN-joh

Was Eltern an Kinderbetreuung brauchen, können sie selbst definieren. Als einziges Bundesland hat Vorarlberg seit 2010 die Bedarfserhebung im Kindergartengesetz verpflichtend vorgeschrieben. „Die Gemeinden müssen fragen und wir reagieren“, erklärt Kindergarteninspektorin Margot Thoma. Der im Landhaus eingerichtete „Family Point“ erstattet diesbezüglich jede Woche Bericht an den Landeshauptmann. „Häufen sich Beschwerden über eine Gemeinde, würde das sofort auffallen“, so Thoma. Was allerdings nicht ausschließt, dass es zuweilen solche gibt.

 

Vorbildhafte Modelle
 
Die Sommerbetreuung umfasst verschiedene Angebote. Hier arbeiten die Gemeinden laut Kindergarteninspektorin gut zusammen. Als „vorbildhaft“ hebt sie die Region Vorderland und den Stand Montafon hervor. Dort wird in jeweils einer Gemeinde mithilfe der Kindergartenpädagoginnen aus den anderen Kommunen eine Sommerbetreuung organisiert. Das Problem bei solchen Arrangements seien mehr die Eltern. „Die schicken ihre Kinder nicht gerne in andere Orte“, weiß Margot Thoma. Die Notwendigkeit einer Betreuung erledige sich da oft schnell.
Über den Sommer haben die Kindergärten in Vorarlberg insgesamt drei Wochen geschlossen. Das decke sich weitgehend mit dem in den Befragungen erhobenen Urlaubsbedarf der Eltern. Während der Herbstferien bleiben die Kindergärten hingegen offen.
VN
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