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BAWAG beginnt mit Rückzahlung der Staatshilfe

Mit einer ersten Tranche von 50 Millionen Euro startet die BAWAG demnächst die Rückzahlung der Staatshilfe. Das Geld soll zwischen April und Juni fließen. Zusammen mit den jetzt im März fälligen 51 Millionen Zinsen für 2012 auf das staatliche Partizipationskapital (550 Mio. Euro) überweist die Bank heuer rund hundert Millionen an die Republik.


Die zu mehr als 90 Prozent den US-Fonds Cerberus und Golden Tree gehörende BAWAG ist damit die erste Bank in Österreich, die die in der Finanzkrise eingeschossene Bankenhilfe zu tilgen beginnt, gab BAWAG-Chef Byron Haynes am Mittwoch bekannt.

Über den weiteren Tilgungsfahrplan und die Größe der Folgetranchen machte der Vorstand keine Angaben. 2014 wird man jedenfalls nicht fertig sein, wurde eingeräumt. Nach 2014 wird es immer teurer, denn ab dem 6. Jahr erhöht sich der Zinssatz um jeweils einen halben Prozentpunkt. Die BAWAG sieht das Staatsgeld jetzt schon als “teures Kapital”, sie zahlt pro Jahr 9,3 Prozent dafür.

Vom heurigen Rückzahlungsbeginn mit 50 Mio. Euro ist jedenfalls Finanzministerin Fekter schon bei der Budgeterstellung ausgegangen. In die Lage dafür versetzt sieht sich die BAWAG nach einer im Dezember erfolgten Kapitalstärkung. Die kam vom US-Haupteigentümer Cerberus und einem neuen amerikanischen Aktionär, Golden Tree. Cerberus hält nun 51,78 Prozent, Golden Tree 39,46 Prozent.

Für 2012 weist die BAWAG einen Nettogewinn von 107,3 Mio. Euro aus. Im Jahr davor waren es 122,5 Mio. Euro gewesen. Das ist ein Rückgang um 12,4 Prozent. Unter Druck stand der Nettozinsertrag (minus 12 Prozent), das Kreditrisiko sank um 3 Prozent. Filialen will der Vorstand nicht schließen, wurde betont. Bis Ende des Jahres will man vielmehr auf gut 500 Filialen sein (derzeit 461). Im Filialnetz teilt sich die Bank größtenteils die Kosten mit der Post. Damit sieht sich die BAWAG komfortabler aufgestellt als die Konkurrenz, die unrentable Standorte dichtmachen muss.

Die Bank schließt heuer ein mehrjähriges Kostensenkungsprogramm ab. Wieviele hunderte Jobs das samt aller Beteiligungsverkäufe gekostet hat, wird erst am Schluss berichtet. Ende 2012 hatte die Bank noch 4.003 Beschäftigte (2011: 4.038).

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