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Bauproduktion brach um 22 Prozent ein

Die Vorarlberger Bauwirtschaft beklagt im ersten Quartal einen Einbruch des Bauproduktionswerts von 22 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Österreichweit beträgt der Rückgang nur 5 Prozent.

Nach Einschätzung von Innungsmeister Franz Drexel wird sich der negative Trend auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen, teilte die Vorarlberger Bauinnung am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Als Gründe für diese „alarmierende Entwicklung“ nannte Drexel vor allem das Wegbrechen von öffentlichen Aufträgen sowie zunehmenden Konkurrenzdruck aus Süddeutschland und aus Ostösterreich. Sowohl im öffentlichen Hoch- als auch im Tiefbau blieben kaum Aufträge für heimische Unternehmen, die Budgetmittel seien 2005 von 75 Mio. Euro auf 45 Mio. Euro gekürzt worden, so Drexel.

Nach der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre fehlten heuer auch die großen Projekte der gewerblichen Wirtschaft und der Industrie. „Wir spüren bereits erste Auswirkungen des Trends in der Industrie, Teile der Produktion auszulagern und weniger in Vorarlberg zu produzieren“, sagte der Innungsmeister. Positive Impulse für die Vorarlberger Bauwirtschaft kämen hingegen vom Wohnbau und aus dem Sanierungsbereich.

Wenn die Bauwirtschaft ihre 4.700 Arbeitsplätze in Vorarlberg halten wolle, müssten sofort Maßnahmen ergriffen werden. Im Interesse der regionalen Wertschöpfung sollten laut Drexel alle Möglichkeiten des Vergabegesetzes ausgeschöpft werden. „Allein dadurch könnten zusätzliche 20 Prozent der Aufträge an heimische Unternehmen gehen“, schätzte Drexel.

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