Baukultur aus der Vogelperspektive

Eine Piepschau der etwas anderen Art: Die Architekten Heike Schlauch (42) und Robert Fabach (44) haben - sobald der erste Schnee fällt - Hochsaison. Dann bestellen "designbewusste" Vogelliebhaber wieder die Futterale für ihre gefiederten Gäste. Designerfutterale | VOL Live: Heike Schlauch im Interview

Architektur im Maßstab 1:33

„Bis nach Amerika gehen unsere Lieferungen”, erzählt die gebürtige Heilbronnerin, „aber auch nach Skandinavien und besonders zahlreich nach Deutschland.” Was die Vogelhäuschen weit über Vorarlbergs Grenzen hinaus so beliebt macht, ist weit mehr als die Tatsache, dass sie absolut artgerecht sind, weil sie in enger Zusammenarbeit mit der inatura entwickelt wurden. Es handelt sich vielmehr um einen Streifzug durch Vorarlbergs Geschichte der Baukunst, die jetzt als Futterhaus im Maßstab 1:33 um die Welt geht. Das Haus Watzenegg zum Beispiel, das im Jahr 1963 von Gunter Wratzfeld geplant und in Dornbirn errichtet wurde. Oder SU-SI von Johannes und Oskar Leo Kaufmann, erstmals 1998 realisiert. Nicht zu vergessen das Würfelhaus von Rudolf Wäger, 1965 in Götzis gebaut und last but not least noch das Schnepfauer Haus Rüscher von den Architekten Dietrich/Untertrifaller aus dem Jahr 1999. Eigentlich sind Schlauch und Fabach, die vor acht Jahren gemeinsam das Büro „raumhochrosen” in Bregenz gegründet haben, ganz „normale” Architekten. Schlauch mit dem Zusatzstudium Innenarchitektur. Fabach hingegen hat sich außerdem als Architektur-Schriftsteller einen Namen gemacht. Wer immer derzeit in der Bregenzer Brielgasse unterwegs ist, sieht ein aktuelles Projekt, eine Wohnanlage, entstehen. Bekannt sind Schlauch und Fabach aber auch im öffentlichen Bau, bevorzugt mit Schul- und Kindergärten.

Kindheitstraum

Mit der Idee, Vogelhäuser und Nistkästen zu bauen, setzt sich vor allem Schlauch schon lange auseinander. Gerne erinnert sie sich nämlich an ihre Kindheit zurück, als sie gemeinsam mit ihrem Großvater „Futterkästen” bastelte. Wie heute auch aus Fichten-, Lärchen- oder Tannenholz. Und dann gibt es da noch eine weitere Leidenschaft. Die für die Vorarlberger Architektur, weswegen sich Schlauch und Fabach auch im Ländle niederließen. „Wir haben uns nämlich bewusst für Vorarlberg entschieden”, lacht der gebürtige Leobener.

VOL Live: Heike Schlauch im Interview

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